Jagd

Die 10 tragischsten und kuriosesten „Jagdunfälle“ 2014

Jedes Jahr ereignen sich zahlreiche sogenannter „Jagdunfälle“, bei denen Menschen von Jägern verletzt oder gar getötet werden.

TRAURIGE BILANZ 2014: 34 „JAGDUNFÄLLE“ MIT 4 TOTEN UND 18 VERLETZTEN

Im Jahr 2014 wurden im deutschsprachigen Raum vier Menschen bei „Jagdunfällen“ getötet sowie 18 Menschen von Jägern angeschossen und Teils schwer bis lebensgefährlich verletzt (Gewalttaten von Jägern außerhalb der Jagdausübung nicht inbegriffen). Mehr als 12 weitere, darunter Jogger, Spaziergänger, Hausbewohner, Hundehalter, Autofahrer sowie Kinder gerieten unter Beschuss, kamen jedoch mit dem Schrecken davon und blieben unverletzt. Hier nur ein paar Beispiele der „Jagdunfälle“, die sich 2014 ereigneten:

  1. Jäger verwechselt Jagdkollegen mit Wildtier: In Nittendorf wurde ein 57-jähriger Jäger von einem Jagdkollegen angeschossen. Laut Polizeibericht wussten die beiden Jäger nichts voneinander und hielten sich gleichzeitig in demselben Jagdrevier auf. Der 42-jährige Schütze hatte den Jagdkollegen in der Dunkelheit offenbar mit einem Wildtier verwechselt.
  1. Radfahrer wird von Schrotkugel getroffen: Ein 82-jähriger Mann war in Kempen mit dem Fahrrad auf einem ruhigen Feldweg unterwegs, als ihn plötzlich eine Schrotkugel am Kopf traf.
  1. Jagdausflug – Vater schießt auf Sohn: Bei einem Jagdausflug in Andermatt (Schweiz) wird ein 22-Jähriger von seinem Vater angeschossen. Aus dem Gewehr des Mannes löste sich plötzlich ein Schuss, der seinen Sohn ins Schienbein traf.
  1. Jäger erschießt Jagdhelfer: In Weikersheim endete eine Jagd auf Wildschweine für einen 44-jährigen Treiber tödlich. Der Mann wurde von einem Jäger erschossen, als er für diesen Wildschweine aus einem Maisfeld trieb.
  1. Kind gerät in Schusslinie: In Bad Salzuflen geriet eine Elfjährige in die Schussbahn eines Jägers. Das Mädchen war mit dem Mountainbike unterwegs, als ein angeschossenes Reh direkt vor ihr auf den Weg sprang. Mit einem weiteren Schuss wurde das Tier nur wenige Meter von der Elfjährigen entfernt niedergeschossen.
  1. Jogger gerät in Treibjagd: In Oesdorf gerät ein Jogger unter Beschuss, als er sich plötzlich inmitten einer Treibjagd befand. Das Waldgebiet war nicht ausreichend abgesichert und von Hinweisschildern versehen.
  1. Frau auf Parkbank angeschossen: In Tauberbischofsheim wurde eine Frau, die auf einer Parkbank saß, von einer Gewehrkugel am Oberarm getroffen und verletzt. Der Jäger hatte versucht, ein verletztes Wildschwein in der Nähe eines Tennisplatzes zu erschießen.
  1. Jäger schießt auf Ente und trifft Jagdkollegen gegenüber: In Feucht schoss ein Jäger mit einer Schrotflinte auf eine Ente und traf einen Jagdkollegen, der auf der anderen Seite des Weihers positioniert war. Der Mann wurde von mehreren Schrotkugeln im Gesicht getroffen und musste im Krankenhaus behandelt werden.
  1. Jäger schießt sich selbst ins Bein: Im Harz schießt sich ein Jäger ins Bein, als er seinen Hochsitz verlassen wollte.
  1. Wohnhaus unter Beschuss: In Braunschweig schoß ein Jäger in der Nähe eines Wohngebietes mehrmals auf Rotwild. Eines der Geschosse durchschlug die Fensterscheibe des Badezimmers eines Wohnhauses. Ein 23-jähriger und sein Vater befanden sich in dem Haus, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Neben den menschlichen Opfern der ungezügelten Schießwut der Jäger sind vor allem Tiere die Leidtragenden: Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 5 Millionen Waldbewohner wie Rehe, Füchse oder Wildschweine sowie mehrere Hunderttausend Katzen und Hunde getötet. Viele der Tiere sterben einen schmerzvollen Tod, weil sie durch Jäger schwere Schussverletzungen erleiden, aber noch fliehen können. Ihr Todeskampf kann Tage andauern.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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