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Hollywood: Schutz für Tiere

Dieser Text von PETA-Gründerin und 1. Vorsitzenden von PETA Deutschland Ingrid Newkirk über den Schutz von Tieren in Hollywood erschien ursprünglich in der Huffington Post.

Die Ermittlungen von „The Hollywood Reporter“ über die „American Humane Association“ (AHA) unterstützt und erweitert, was PETA USA schon seit Jahren berichtet: Die AHA ist eigentlich dafür zuständig, das Wohl von Tieren am Set zu überwachen. Diese Überwachung ist aber leider völlig unzureichend. Als Folge werden Tiere, die in Film und Fernsehen benutzt werden, manchmal in gefährliche Situationen gebracht und verletzt oder getötet. Letztes Jahr präsentierte PETA USA der AHA eine Liste mit Empfehlungen, um die Film- und Fernsehproduktionen sicherer für Tiere zu machen. Doch diese Vorschläge wurden ignoriert und die Situation für Tiere scheint sich zu verschlechtern.

Nach der schockierenden Veröffentlichung von Informationen über den Umgang mit Pferden hinter den Kulissen am Filmset von „Luck“ durch PETA USA, sandten Whistleblower von Fernseh- und Filmsets – darunter auch Tiertrainer und sogar AHA-Insider – eine wachsende Anzahl von Berichten, die die Misshandlung von Tieren während der Produktion beinhalteten. Letztes Jahr zu dieser Zeit erhielt PETA USA fünf voneinander unabhängige Berichte von Informanten, die an Peter Jacksons Blockbuster „Der Hobbit“ mitgearbeitet haben: „Eine unerwartete Reise“ bedingte den Tod sowie schwere Verletzungen Dutzender Tiere. Pferde fielen von Klippen in den Tod, Schafe und Ziegen brachen sich die Beine und Hühner wurden von Hunden zerrissen. Alle diese Tode wären vermeidbar gewesen und es wurde berichtet, dass sie passierten, obwohl Bedenken gegenüber dem Produzenten-Team geäußert wurden und obwohl dieser Film durch die AHA „überwacht“ wurde.

Die AHA hat derzeitig Pläne, den Produzenten eine Gebühr für ihre Überwachung von Filmen in Rechnung zu stellen. Dies ist ein Interessenkonflikt, bei dem Filme, für die offensichtlich Tiere geschädigt werden, den Stempel „no animals were harmed“ bekommen. Wenn diese neue Regelung in Kraft tritt, würde die AHA noch weniger ihre Finanzierung, die derzeit hauptsächlich von der „Screen Actors Guild“ stammt, durch entschiedenen Tierschutz am Set gefährden.  Mit Sicherheit würden mehr Tiere Risiken ausgesetzt werden.

Während Millionen Dollar für Filmproduktionen ausgegeben werden, bekommen Tiere, die als lebende Requisite und unbezahlte „Talente“ benutzt werden, oftmals nicht mal eine einfache Betreuung, die ihre Sicherheit gewährleistet. Und nicht nur die Gefahr am Filmset ist ein Problem. Wildtiere, die in der Unterhaltungsbranche benutzt werden, sind missbräuchlichen Trainingsmethoden wie Schlägen, Elektroschocks, psychischen Qualen und Nahrungsentzug ausgesetzt. Viele werden als Babys ihren liebenden Müttern weggenommen und gezwungen, ihr gesamtes Leben in extremer Gefangenschaft, wo sie für „Ungehorsam“ bestraft werden, zu verbringen. Wenn sie nicht mehr profitabel für ihre Besitzer sind oder zu schwierig zu handhaben werden – meistens in der Pubertät – werden sie ausrangiert und gezwungen, alleine in kleinen Käfigen in zwielichtigen Zoos zu leben oder in schmierigen Wander-Shows in den USA aufzutreten.

Anstatt die AHA-Vertreter am Filmset zu bezahlen, können Filmemacher ganz einfach Tiere schützen, indem sie sie aus ihren Geschichten heraushalten oder ihre Technik modernisieren und sich für computergenerierte Bilder, Animatronics und Bluescreen-Technik entscheiden. Es ist höchste Zeit, dass Hollywood den menschlichen Akteuren die Schauspielerei überlässt und Tiere dort heraushält.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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