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Gut behütet? Nein: Pferderennen sind Tierquälerei!

Ich kann es wirklich nicht glauben: Die Online-Zeitungen sind voll von Berichten über das ach so „traditionelle“ Pferderennen Royal Ascot, des britischen Könighauses. Doch kein einziges Pferd ist auf den Titelbildern zu sehen! Im Mittelpunkt stehen nämlich die Hutkreationen der betuchten Damen. Glanz und Gloria statt Peitschen und Knochenbrüche.

Und auch die Queen ist anwesend, wird sogar als „Pferdenärrin“ bezeichnet. Doch wer Pferde liebt, besucht keine Pferderennen! Erst gestern gewann ihre Stute Estimate den „Gold Cup“. Aber für Pferde bedeutet ein Sieg einzig und allein die körperliche Niederlage. Der Schein der Reichen und Schönen, der schillernden Hüte, die sich in Extravaganz kaum übertreffen, ist nur die alberne Oberfläche der High Society. Ich schätze, die Hüte begrenzen den Weitblick der Zuschauer für das Wesentliche: Das permanente Leid der Pferde im „Rennsport“.

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Pferderennen sollen Tradition darstellen, doch Tradition rechtfertigt keine Gewalt. Die Tiere werden zu „Rennmaschinen“ degradiert und  bereits im Baby-Alter von zwei bis drei Jahren antrainiert. Dabei sind das Skelett und die Sehnen noch nicht einmal richtig ausgewachsen, wenn sie zu Höchstleistungen von mehr als 50 km/h gezwungen werden. Immer wieder kommt es vor, dass sich die Tiere während eines Rennes schwere Verletzungen zuziehen. Beinbrüche, Herzversagen, Magengeschwüre, Lungenbluten (wird häufig fälschlicherweise als Nasenbluten bezeichnet) oder unheilbare Sehnenschäden bedeuten für die Tiere häufig den Tod durch Einschläfern oder den Schlachter. Zuvor werden sie mit Ohrenstöpseln, Scheuklappen und Zungenbändern gefügig gemacht, denn schließlich zählt ja nur der Sieg, also das Geld. Auf der Zielgeraden müssen sie dann noch die Peitscheinschläge der Jockey über sich ergehen lassen. Und warum das alles? Für die Profitgier und die Sensationslust der behüteten Zuschauer!

Faktenwissen:
Allein zwischen 2011 und 2013 mussten insgesamt 735 Pferde für den Galopp- und Trabrennsport ihr Leben lassen. Davon wurden 46 Tiere auf Galopprennbahnen getötet, wobei die Dunkelziffer laut Meinung von Insidern deutlich höher liegen dürfte. Und auch im Trabrennsport sind die Zahlen erschreckend: 152 Pferde waren erst 7 Jahre oder jünger. Eine Übersicht der einzelnen Pferde gibt es hier.

Handle jetzt und kläre deine Freunde, Bekannten und deine Familie über das Leid der Tiere auf.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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