Unterhaltung

Großdemo gegen Stierkampf in Paris

Stierkampfdemo 11.02.12 in Paris

Stierkampf gehört nicht zu unserer Kultur“ riefen knapp 5000 Menschen am vergangenen Samstag in Paris unter dem Eiffelturm. Über 150 Organisationen, darunter natürlich auch PETA Frankreich, haben sich an einem Demonstrationsmarsch durch Paris gegen den blutigen Stierkampf beteiligt. Auch in  Frankreich werden noch immer Stiere in Arenen langsam und qualvoll zu Tode gestochen.

5000 Menschen bei der Anti-Stierkampfdemo in Paris

Nachdem im April 2011 Pläne des französischen Kulturministers Frédéric Mitterrand bekannt wurden, Stierkampf zum UNESCO-Kulturerbe des Landes deklarieren zu wollen, formiert sich der Widerstand immer massiver.

Bitte spreche Dich mit unserer Online-Petition an die französischen Politiker auch gegen Stierkampf als Kulturerbe aus.

Stierkampf ist feige
Vom ersten Moment an, wo der Stier die Arena durch den dunklen Gang betritt, hat er keine Chance. Er ist oft durch Widerhaken (sogenannte Banderillas), die im auf dem Weg in die Arena in den Nacken gejagt wurden, und von gezielt eingesetzten Drogen, die ihm im Vorfeld verabreicht wurden, geschwächt. Häufig wird dem Stier Vaseline in die Augen gerieben, damit sich seine Fähigkeit, die Distanz abzuschätzen, negativ verändert.

Aktivistin trägt das Bild ihrer Misshandlung in der Arena

Rodilhan
Viele der Demo-Teilnehmer in Paris waren im Oktober 2011 in der Stierkampfarena in dem mittlerweile berühmt-berüchtigten südfranzösischen Ort Rodilhan dabei. Dort blockierten sie gewaltlos, aber mit vollem Körpereinsatz einen Stierkampf, wofür sie von einem wütenden Mob unter den Augen der tatenlosen Polizei misshandelt und zusammengeschlagen wurden. Viele von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Schläger, unter denen sich auch der Bürgermeister des Ortes befand, zeigten einmal mehr, dass der Übergang zwischen Gewalt an Tieren und Menschen fließend ist.


Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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