Jagd Unterhaltung

Grausame Fallenjagd in Deutschland

Jedes Jahr werden tausende Wildtiere aber auch Hunde und Katzen durch illegal und legal aufgestellte Fallen verletzt und getötet. Die Tiere sterben dabei oftmals einen langsamen und qualvollen Tod.

Tellereisen sind verboten, kommen jedoch immer wieder zum Einsatz

Fuchs in Tellereisen
Fuchs in illegalem Tellereisen: Womöglich kämpfte das Tier unter unsäglichen Schmerzen ein bis zwei Tage lang um sein Leben.

Bereits seit 1995 ist der Gebrauch von Tellereisen in der Europäischen Union verboten, der Handel mit den Fallen hingegen ist unverständlicherweise in Deutschland noch immer erlaubt. Immer wieder kommen diese Fallen zum Einsatz, wie auch Ende Dezember in Plauen (Sachsen). Dort fanden Spaziergänger einen Fuchs, der mit einem gebrochenen, fast abgetrennten Bein in einem Tellereisen gefangen war. Aufgrund der schweren Verletzungen musste der Fuchs eingeschläfert werden.

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. PETA hat eine Belohnung von 1000 € für Hinweise auf den Täter ausgesetzt. Bei der Jagd sind grausame und tierquälerische Praktiken an der Tagesordnung – es wäre nicht verwunderlich, wenn der Täter in Jägerkreisen zu finden ist.

 

Totschlagfallen sind eine gängige Praxis bei der Jagd auf Fuchs und Marder

Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, in der Praxis werden die Tiere aber häufig „nur“ schwer verletzt. Aufgrund von abgetrennten Gliedmaßen, Trümmerbrüchen oder zerquetschten Körperteilen sterben die Tiere einen langsamen und unerträglichen Tod bzw. verhungern oder verdursten qualvoll, während sie in der Falle eingeklemmt sind. Hinzu kommt die Tatsache, dass keine Falle selektiv fängt.

Katze in Totschlagfalle
Katze in Totschlagfalle: Diese grausamen Fallen stellen in Deutschland eine gängige Jagdpraxis dar.

Im Dezember 2014 wurde eine Katze in Malchow (Mecklenburg-Vorpommern) von Tierschützern in einer Totschlagfalle gefunden. Aufgrund der schweren Verletzungen musste das Tier eingeschläfert werden. In Meppen (Niedersachsen) wurde kürzlich ein Hund durch eine ungesicherte Totschlagfalle schwer verletzt. Bei einem Spaziergang trat das geliebte Familienmitglied mit dem linken Vorderbein in die Falle. Die gezahnten Bügel schlugen schlagartig und mit großer Wucht zu. Der vor Schmerzen schreiende Hund konnte von seinem Halter befreit werden. Das Tier befindet sich derzeit noch immer in ärztlicher Behandlung.

 

Die Fallenjagd muss ausnahmslos in ganz Deutschland verboten werden

In vielen Bundesländern ist die grausame Jagd mit Totschlagfallen noch immer erlaubt, nur einige wenige haben bereits ein Verbot dieser tierquälerischen Praxis beschlossen. In Sachsen beispielweise ist die Jagd mit Totschlagfallen verboten und auch in Baden-Württemberg sind die grausamen Fallen mit der Einführung des neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetzes ab April 2015 nicht mehr erlaubt. In Nordrhein-Westfalen wird das Landesjagdgesetz derzeit überarbeitet. Unterschreibe JETZT für ein Verbot der Fallenjagd in NRW und fordere mit uns die Verankerung von mehr Tierschutz im neuen Landesjagdgesetz!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen