Unterhaltung

Fetisch-Affenköpfe auf Ebay: Geldbuße für Kunsthändler nach PETA-Anzeige

Im letzten Jahr erreichte uns ein Hinweis eines Whistleblowers, wonach ein österreichischer Kunsthändler Teile von seltenen geschützten afrikanischen Tieren zum Verkauf anbietet, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) geschützt sind. Weitere Recherchen brachten zutage, dass auf der Internetplattform eBay diverse Tierteile wie beispielsweise Affenschädel  als afrikanische Fetisch- und Kunstobjekte angeboten wurden. Daraufhin erstatteten wir Anzeige bei den österreichischen Behörden.

Österreichische Behörden griffen durch
Bei einer Hausdurchsuchung wurden zahlreiche Objekte sichergestellt und anschließend durch Sachverständige untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass 28 Figuren aus Elfenbein, ein Stoßzahn und zwei Affenköpfe zumindest dem Anhang B des Washingtoner Artenschutzübereinkommens und somit Handelsrestriktionen unterliegen. Nach einer Zahlung von EUR 2.000,- wegen Verstoßes gegen das österreichische Artenhandelsgesetz wurde das Verfahren gegen den Händler eingestellt. Die Tierteile werden von den Behörden beschlagnahmt.

Skrupellose Händler und gedankenlose Käufer
Der illegale Internethandel mit bedrohten Tieren oder mit Körperteilen von bedrohten Tieren nimmt in den letzten Jahren Überhand. Im Auftrag von skrupellosen Händlern und gedankenlosen Käufern werden die letzten Naturparadiese geplündert.  Die Behörden sollten daher das Internet gezielt nach Gesetzesübertritten durchforsten und sich nicht mit „Zufallsfunden“ begnügen.

Vor allem lebende Tiere betroffen
Wir von PETA sprechen uns grundsätzlich gegen den Handel mit bzw. der Privathaltung von exotischen Tieren aus. Allein für den europäischen Heimtiermarkt werden jedes Jahr hunderttausende Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum eingefangen und auf „Exotenbörsen“, im Internet und im Zoofachhandel angeboten. Sterberaten von 70 % beim Fang, Transport und im Handel gelten in der Branche als üblich und werden einkalkuliert [1].

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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