Delfinarien Unterhaltung

Fangaktion von kalifornischen Schweinswalen nach Tod eines Vaquitas beendet

Vaquitas im Meer
© iStock.com / BrendanHunter

Nürnberger Zoo spendete Geld für den Fang von Vaquitas

Bei einer internationalen Fangaktion von kalifornischen Schweinswalen sollten im Oktober und November die letzten Vaquitas vor der Küste Mexikos gefangen werden. Anschließend sollten die kalifornischen Schweinswale in große Meereskäfige gesperrt werden. Phocoena sinus ist eine Walart aus der Familie der Schweinswale (Phocoenidae), die ausschließlich im Golf von Kalifornien vorkommt. Es wird geschätzt, dass hier höchstens noch 30 Individuen leben. Aufgrund der illegalen Stellnetze und der im Meer herumschwebenden Geisternetze ist die Art vom Aussterben bedroht. Zahlreiche Wissenschaftler sollten nun die Tiere einfangen. Der Nürnberger Zoo wollte die Aktion unterstützen und hatte im August bereits 30.000 Euro für das Projekt gesammelt.

Vaquita-Weibchen starb wenige Stunden nach dem Fang, ein junges Kalb beinahe

Anfang November wurde bekannt, dass bei einer Fangaktion ein weiblicher Schweinswal bereits wenige Stunden nach dem Fang starb – mutmaßlich in Folge des Stresses bei der Gefangennahme. Ein Vaquita-Kalb war am 18. Oktober gefangen genommen worden, musste aber am selben Tag wieder freigelassen werden, weil es Gefahr lief, an Stress zu sterben, schreibt das WSDF.

Bereits im Vorfeld war der Nürnberger Zoo bereit, den Tod einiger Tiere in Kauf zu nehmen:

Im Vorfeld der Rettungsaktion hatte Lorenzo von Fersen vom Tiergarten Nürnberg eingeräumt, dass eventuell kleine Schweinswale beim Fang sterben könnten. Doch dieses Risiko müsse man eingehen, um die letzte Überlebenschance der seltenen kleinen Schweinswal-Art zu wahren“, berichteten Medien.

Fangaktion wurde beendet

Obgleich der Nürnberger Zoo, die Fangaktion trotz dem Tod des Vaquita-Weibchens gerne fortgeführt hätte, wie aus dem Artikel vom 8. November 2017 hervorgeht, wurde die Aktion nun vor knapp 10 Tagen gestoppt und wird nicht fortgesetzt. Naheliegender ist es ohnehin die Vaquitas zu schützen, indem man die tödlichen Netze entfernt und die Vaquitas ein Unterwasserreservat ausweist. In dem Unterwasserreservat muss Fischerei verboten sein.

Was macht der Zoo Nürnberg nun mit dem gesammelten Geld?

Wir von PETA sind der Ansicht, das Geld sollte nun den Großen Tümmlern des Zoos zugute kommen. Außerdem sollte das Geld in die Gründung eines von Menschen betreuten Meeresreservats investiert werden. Z.B. dem Meeresreservat auf der griechischen Insel Lipsi. Hier könnten die sieben Delfine – Moby, Jenny, Sunny, Anke, Dolly, Donna und Nami – endlich wieder (beinahe) frei im Meer herumschwimmen.

Wenn Du auch dieser Meinung bist und findest, dass die Nürnberger Delfine – nach Prüfung ihres Gesundheitszustands auf Transporttauglichkeit durch einen unabhängigen Experten – in die Semi-Freiheit überführt werden sollten, dann unterschreibe bitte unsere Petition.

Vielen Dank!

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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