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ERFOLG: US-Kommission verbietet SeaWorld die Orca-Zucht

Die California Coastal Commission genehmigte SeaWorlds Pläne zum Bau eines neuen Orca-Gefängnisses in San Diego in Kalifornien – ABER ein Mitglied der Kommission beantragte einen entscheidenden Zusatz: Ein Ende der Zucht! Dies wird schlussendlich der Gefangenschaft und dem damit einhergehenden Leid der Orcas den Riegel vorschieben. SeaWorld hat zugegeben, dass sie noch mehr Orcas züchten wollen, um die neuen Qual-Becken zu füllen. Doch die Entscheidung der Kommission in der letzten Woche stellt sicher, dass keine weiteren Orcas zu einem einsamen Dasein voller Entbehrungen und Leid verdammt werden, wenn SeaWorld sein ´Blue World Projekt´ fortsetzt. Nach der Entscheidung der Kommission zeigte der Frühhandel am nächsten Tag, dass der Aktienwert von SeaWorld mit einem Abfall um fast 6 Prozent einen neuen Tiefststand erreichte.

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Ein Leben im Swimming Pool anstatt im Ozean

Das traurige Orca-Gefängnis
SeaWorld ist für Orcas nichts weiter als ein Wasserzirkus, so wie Elefanten im Zirkus vorgeführt und misshandelt werden. PETA kämpft dafür, dass SeaWorld den Bau weiterer Becken einstellt und die Orcas in naturnahe Auffangstationen im Meer überstellt werden. Dort hätten die Tiere wenigstens so etwas wie ein Leben, mit ein wenig Würde und Freiheit.

Masturbation durch SeaWorld Angestellte
In freier Natur suchen sich die Orcas ihre Partner aus. Bei SeaWorld hingegen zwingt man sie regelmäßig zur Fortpflanzung: Männliche Orcas werden darauf trainiert, sich auf dem Rücken treiben zu lassen, damit ihre Trainer die Spermien durch Masturbation gewinnen können (Video). Die weiblichen Tiere werden künstlich befruchtet und müssen sich schon viel jünger paaren, als sie es in freier Wildbahn tun würden.

Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da
Tiere sind nicht zu unserer Unterhaltung da

Pamela Anderson & Co für PETA
Die Kommission erhielt über 120.000 E-Mails und Briefe von besorgten PETA-Unterstützern. Außerdem versammelten sich hunderte Demonstranten – darunter auch Schauspielerin Pamela Anderson – vor dem Long Beach Convention & Entertainment Center. Während der Anhörung berichteten Vertreter von PETA von all den Kälbern, die ihren Müttern entrissen wurden, von Zwangsschwangerschaften und frühzeitigen Todesfällen. Einem Orca wurde sogar Valium verabreicht, um seine Aggressionen zu bändigen – Aggressionen, die überhaupt erst durch die Gefangenschaft entstanden waren.

SeaWorld wurde bereits wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz belangt und musste eine Geldbuße zahlen, weil das Unternehmen seine Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt hatte. Das grausame Register des Parks ist lang und eindeutig… genauso eindeutig wie seine Umsätze: Die Zuschauerzahlen sinken rapide und die Unternehmensaktien verlieren an Wert.

Die Menschen sind vom Leid der Tiere angewidert und eine neue Anlage wird die sinkende Nachfrage nicht steigern können.

Was ihr tun könnt:
Bitte teilt diesen Blogeintrag und nehmt an der Petition, gerichtet an das SeaWorld Management, von unserer Kollegen bei PETA USA teil.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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