Unterhaltung

Delfin stirbt während Menschen Fotos schießen

© iStock/cynoclub

Ein neues Video zeigt, wie zahlreiche Menschen am Strand von San Bernardo del Tuyú in Argentinien um einen gestrandeten Delfin herumstehen und diesen anfassen.

Anstatt den Delfin wieder ins Wasser zurückzubringen, streichelten die Zuschauer das Tier und machten Fotos – später sagten sie, der Delfin wäre bereits tot gewesen. Allerdings berichtete ein Zeuge den Reportern, dass sie den Delfin „am Strand sterben ließen.“

Es ist unklar, ob der Delfin bereits tot war, bevor die Menschen kamen, aber es ist offensichtlich, dass die Strandbesucher die Würde des Tieres missachteten. Sie sahen einen Delfin, der vielleicht noch am Leben war und Hilfe brauchte, aber anstatt wenigstens zu versuchen ihm zu helfen, dachten sie nur an ihre eigenen Interessen – ein Foto oder eine Berührung.

Lasst wilde Tiere in Ruhe!

Tiere sind keine Selfie-Motive. Regelmäßig werden wilde Tiere verletzt, benutzt oder gar getötet – für die menschliche Eitelkeit. Schildkröten wurden geschlagen,  Haie aus dem Ozean gezerrt und Babytiger ihren Müttern entrissen—nur damit sich die Menschen mit ihnen fotografieren konnten. Und was bekommt man für diese Fotos? “Likes” oder „Shares“? Wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Foto einem Tier Schaden oder Stress zufügen kann, dann forografiere es nicht. Lass es in Ruhe oder hilf ihm, wenn es in Not ist.

Vergiss im Urlaub dein Mitgefühl nicht

Beobachte wilde Tiere aus einer sicheren Entfernung. Mache nur Wassersportaktivitäten, die kein Tierleid verursachen, wie Schwimmen oder Kajak fahren. Und überlege immer genau, ob Du mit Deinem Geld Tierleid mitfinanzierst. Jeden Tag leiden und sterben Tiere für die menschliche Unterhaltung — in Meeresparks, an Stränden und überall dort, wo Unternehmen ihren Profit vor das Wohlbefinden von Tieren stellen.

 

Über den Autor

Tanja

Tanja hat in Deutschland und Frankreich Zoologie und Meeresbiologie studiert und sich in ihrem Studium und in ihrer Freizeit viel mit Fischen beschäftigt. Getreu dem Motto: Fische sind Freunde, kein Essen - setzt sie sich seit Jahren dafür ein, dass Fische in Ruhe gelassen werden und nicht mehr auf unseren Tellern landen.

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