Reiten Unterhaltung

CHIO Aachen: 6 Gründe warum die Veranstaltung auf Tierquälerei basiert

Braunes Pferd springt über ein Hindernis

Update 28.07.2017
Der WDR hat beim CHIO 2017 die tierschutzwidrige ´Rollkur´ gefilmt und berichtet in einem aktuellen Artikel über diese tierschutzwidrige Praxis.

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Noch bis zum 23. Juli findet derzeit das große internationale Pferdesport-Turnier CHIO in Aachen statt. Seit dem Jahr 1924 leiden dort Pferde in Disziplinen wie Springreiten, Vielseitigkeit, Voltigieren oder Dressur – Aus unserer Sicht ein Fall von öffentlicher Tierquälerei.

Es gibt viele gute Gründe, den CHIO endlich wegen Tierquälerei abzuschaffen.

Hier nennen wir 6 der wichtigsten:

  1. Das Vielseitigkeitsreiten kombiniert Prüfungen aus der Dressur, dem Springen und einem Geländeritt. Dafür müssen Pferde im Galopp über Natursprünge, feste Holzhindernisse und tiefe Gräben springen. Sie verletzen sich häufig bei Stürzen und oft so schwer, dass man sie einschläfern muss. Durch die körperliche Überforderung sterben immer wieder Tiere an einem Abriss ihrer Hauptschlagader.

    Braunes Dressurpferd in unnatürlicher Haltung
    Rollkur bei der CHIO 2013
  2. Bei der Dressur werden die Pferde in untypische und komplizierte Bewegungsabläufe gezwungen. Die Reiter versuchen ihre Pferde mit fragwürdigen Methoden gefügig zu machen. Bei der Rollkur, auch Hyperflexion genannt, wird der Kopf des Pferdes mit den Zügeln extrem zur Brust gezogen. Diese Haltung schränkt das Sehvermögen und die Orientierung des Pferdes stark ein. Dabei kann es außerdem zu irreparablen Schäden der Halswirbelsäule kommen. Obwohl Experten ein Verbot der Rollkur fordern, findet die grausame Methode bei der CHIO immer wieder Anwendung.
  3. Beim Springen sind die Hindernisse in den höchsten Klassen bis zu 1,60 m hoch. Daher „verweigern“ Pferde häufig ein Hindernis oder stürzen in das Hindernis hinein. Kommt es dabei zu einer Fraktur des Pferdebeines, ist das Tier für den Sport „unbrauchbar“ und wird meist zum Schlachter gebracht oder direkt getötet.
  4. Der Fahrsport bezeichnet das Fahren mit Kutschen und Wagen. Pferde vor eine Kutsche zu spannen, entspricht in keiner Weise ihrem natürlichen Verhalten. Sie werden teilweise gezwungen, durch enge Wassergräben oder über gefährliche Hindernisse und rutschigen Untergrund zu galoppieren. Wir von PETA fordern die Abschaffung des „Fahrens“.
  5. Doping ist in der Welt des Pferdesports weit verbreitet. Beispielsweise war die bekannte Dressurreiterin Isabell Werth, die beim diesjährigen CHIO in dieser Woche siegte, bereits mehrfach wegen Doping und Dopingverdacht gesperrt.
  6. Auch im Jahr 2017 ist bei den meisten Pferdesport-Disziplinen die Peitsche mit dabei. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Tieren Schmerzen zuzufügen. Doch die Reitverbände haben sich ein eigenes Regelwerk geschaffen, das ein bestimmtes Maß an Schlägen und Peitscheneinsatz erlaubt. Wegen ihres großen Lobby-Einflusses akzeptieren sogar Gerichte und Staatsanwaltschaften diese Tierquälerei.

Was du tun kannst

Bitte besuche keine Pferdesportveranstaltungen! Informiere deine Freunde und Bekannte über den Missbrauch der Pferde als Sportgeräte.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für „Tiere in der Unterhaltungsbranche“ bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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