Film Unterhaltung

Leonardo DiCaprio: Dreharbeiten mit Menschenaffe

Unsere Kollegen von PETA USA haben sich an Leonardo DiCaprio gewandt, weil in seinem neuen Film „The Wolf of Wall Street“  ein junger Schimpanse namens Chance mitspielen musste. Chance wird von einem Mitglied der Rosaire-Familie trainiert. Die Familie Rosaire ist berühmt berüchtigt für den Betrieb eines Wanderzirkus mit ausbeuterischen Shows, in denen Schimpansen auf Pferden reiten und andere unnatürliche Tricks vorführen müssen.

Was die Schimpansen hinter den Kulissen ertragen müssen, ist aber noch viel schlimmer: Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium hat den Trainer von Chance mehrmals vorgeladen, weil er den Schimpansen nicht genügend Platz geboten hatte, sie nicht so behandelte, dass die Sicherheit der Schimpansen und der Zuschauer gewährleistet war (zum Beispiel, indem er eine Schlinge um den Hals der Schimpansen festband, um sie während der Show zu kontrollieren und auch durch die Tatsache, dass ein Schimpanse ein Kind verletzen konnte) und wiederholt daran scheiterte den Schimpansen ein besseres Lebensumfeld zu bieten. Des Weiteren wurde PETA USA berichtet, dass „die American Humane Association“ (AHA), die das Wohl von Tieren am Set überwachen soll, bewusst einen Mitarbeiter, der keine Erfahrung mit Schimpansen hatte, ausgewählt hat, anstatt eines Primatologen.

Bitte unterzeichnet die Petition auf PETA.org und bittet DiCaprio, nie wieder mit Menschenaffen zu arbeiten. Er könnte mit gutem Beispiel in Hollywood voran gehen und dazu beitragen,  dass nicht noch mehr Menschenaffen wie Chubbs und Chance leiden müssen.

Vor der Produktion  schickte PETA USA DiCaprio das für PETA von der US-Schauspielerin Anjelica Huston moderierte Video, in dem sie erzählt, wie Schimpansen und andere Menschenaffen zur Unterhaltung missbraucht werden. Das Video zeigt auf, dass die Schimpansen schon als Babys kurz nach ihrer Geburt ihren Müttern weggenommen werden, was zu irreversiblen psychischen Störungen führen kann. Trotz DiCaprios gutem Ruf als Mensch, der sich für die Umwelt einsetzt, hat er die Schimpansenszene nicht aus dem Film streichen lassen. Zudem versäumte er es, einen Aufruf von PETA sowie tausenden weiteren Appellen von engagierten Menschen und Gruppen, die über den Schutz von Menschenaffen besorgt sind, zu reagieren.

Verdeckte Ermittlungen haben dokumentiert, dass körperliche Misshandlungen von Affen-“Schauspielern“ die gängige Praxis ist. Wenn Menschenaffen im Alter von sieben bis acht Jahren erwachsen werden, werden sie zu stark und gefährlich, um sie noch trainieren zu können. Dann werden die Tiere meist „ausgemustert“, um Platz für neue Baby Schimpansen zu machen. Diese „ausgemusterten“ Tiere, die bis zu 60 Jahre alt werden können, landen üblicherweise in zwielichtigen Zoos oder schmierigen Wander-Shows.

Ein Beispiel: Jahre nach dem der Film von Tim Burton  „Planet der Affen“ (2001) veröffentlicht wurde, fand PETA Chubbs, einen Schimpansen, der im Film mitwirken musste. Chubbs verkümmert in einem heruntergekommenen Straßenrandzoo namens Amarillo Wildlife Refuge. Sein Käfig war mit Müll und Fäkalien übersät und er lebte von Hundefutter und faulen Nahrungsmitteln. Er ist heute noch am Leben.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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