Unterhaltung

Artenschutz im Zoo dient nur dem Menschen

Tiger im Zoo – Arterhaltung um jeden Preis?

Am 03. März ist der „Internationale Tag des Artenschutzes“. Artenschutz finden wir gut und wichtig, wenn dadurch die Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen geschützt werden.  Die Erhaltung von Tierarten ausschließlich in zoologischen Einrichtungen hat jedoch nur wenig mit Artenschutz zu tun und ist für die betreffenden Tiere ein leidvolles Dasein. Denn die Großkatzen im Zoo werden niemals Freiheit erleben, weil sie verhaltensbedingt nach einem Leben in Gefangenschaft nicht ausgewildert werden können. Zoologische Einrichtungen tragen so gut wie nichts zur Arterhaltung in freier Natur bei. Durch die massenhafte Zurschaustellung unter meist unsäglichen Bedingungen sind Zoos dafür verantwortlich, dass Tiger kaum als bedrohte Art wahrgenommen werden.

Egoismus pur
In freier Wildbahn durchstreifen Tiger ein Revier von mehreren Hundert Quadratkilometern, im Zoo schrumpft ihr Platzangebot auf wenige Quadratmeter zusammen. Die Arterhaltung über Generationen hinweg in ewiger Gefangenschaft ist ein sehr egoistischer und anthropozentrischer Ansatz, der vielleicht den Menschen zufriedenstellt, aber für Tiger einer unzumutbaren Tierquälerei gleichkommt. Die von Langeweile und Stumpfsinn längst gebrochenen majestätischen Tiger im Zoo sind nur noch ein Schatten ihrer stolzen Artgenossen, die noch in den zunehmend schwindenden Wäldern Asiens herumstreifen.

Tiger im Zoo – Arterhaltung um jeden Preis?

Was lernen Kinder im Zoo?
Die Besucher lernen zudem nichts über die Bedürfnisse und Lebensverhältnisse von Tieren, wenn diese ihr Dasein in qualvoller, endloser Gefangenschaft fristen. Kinder lernen in Zoos fatalerweise, dass Tiere hinter Gittern zu Hause sind und nur für die Bedürfnisse des Menschen existieren.

Zoos müssen sich wandeln
Wir fordern, dass die Millionen an Steuergeldern, die für die Aufrechterhaltung der Zuchtprogramme in Zoos aufgebracht werden, in konkrete Projekte zum Schutz der letzten wildlebenden Tiger fließen müssen. Zoos sollen aufhören, Tiger zu züchten und sich stattdessen in Auffangstationen umwandeln, die notleidende Tiere aus Zirkusbetrieben oder Privathaltungen aufnehmen. Bis es soweit ist, meide bitte jeden Zoobesuch.

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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