Unterhaltung

Anhörung zur Schließung des Delfinariums Duisburg

Am kommenden Montag, den 28. April 2014 findet auf Initiative der Fraktion der PIRATEN in NRW nun die Anhörung zur Schließung des Delfinariums Duisburg statt. Verschiedene Gutachter werden sich für oder gegen den Antrag zur Schließung des Delfinariums aussprechen. Auf der Gegenseite befinden sich überraschenderweise überwiegend Zoo-Mitarbeiter. PETA ist auch vertreten und spricht sich natürlich für ein Ende der Delfinhaltung in Zoos aus. Und zwar aus folgenden Gründen:

1. Im Zoo wird Delfinen alles genommen, was ihr Leben in Freiheit ausmacht: statt endlos weitem Ozean, sind sie in ein enges, kahles, karges Betonbecken gesperrt, das sie mit zwei Flossenschlägen durchquert haben. Statt mit ihren Artgenossen zu jagen oder in den Wellen zu treiben, lernen sie alberne Kunststücke und werden dafür mit totem Fisch „belohnt“.

 2. Sicher werden in der Anhörung zahlreiche Einzelaspekte besprochen, zum Beispiel ob und wie viel Sonnenlicht Delfine benötigen, welche Beckengröße nötig ist oder welche Medikamente sie benötigen. Aber für Delfine gibt es keine Einzelaspekte, sondern nur das Gesamtpaket der Gefangenschaft: und das lebenslänglich.

3. Jahrzehntelang müssen sie sie mit 0,0001% (also einem Zehntausendstel) ihres natürlichen Lebensraumes auskommen. Dass es den Delfinen hierbei nicht gut geht, bestätigt die Statistik: Von 78 Cetacea die je im Zoo Duisburg „gelebt“ haben, wurden nur neun Tiere älter als zehn Jahre. 64 davon sind gestorben (80%).

 4. Delfinarien sind nicht mehr zeitgemäß. Das bestätigen nicht nur Meeresbiologen, sondern auch eine repräsentative Studie der GfK. Diese zeigte 2012, dass 71 Prozent der Befragten der Meinung sind, Delfine gehören in den Ozean, nicht in den Zoo. Die Mehrheit sprach sich für ein Ende der Gefangenhaltung von Delfinen aus. Dieser Trend spiegelt eine große internationale und nationale Bewegung wieder.

5. Das Gehirn von Delfinen wird oft mit dem Gehirn von Menschen verglichen. Ein Verhaltensforscher berichtete in der Sendung „Thalassa„, dass Meeressäuger so intelligent sind, dass es ihn nicht wundern würde, wenn auch Delfine Unterwasser-Konferenzen über uns Menschen abhielten. Diese hohe Intelligenz bedeutet aber auch, dass sie sich ihrer misslichen Lage bewusst sind und darunter leiden.

Lieber Blogleser, wie ist Deine Meinung hierzu?

Hier geht es zum Statement der geladenen Gutachter.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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