Unterhaltung Zirkus

11 Fakten, die Circus Krone am liebsten geheim halten würde

1. Die Elefanten bei Circus Krone werden jede Nacht und viele Stunden des Tages an zwei Beinen festgebunden – eine Qual für die bewegungsfreudigen Tiere. Das ist mit ein Grund, warum die Tiere unter schweren Verhaltensstereotypien leiden.

 

2. Die Zirkusdirektorin Christel Sembach-Krone wurde 2009 wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (Elefanten- und Pferdehaltung) zu einem Bußgeld verurteilt.

Verurteilung

 

3. Circus Krone lässt die einsamste Flusspferd-Dame der Welt, Poppäa, seit vielen Jahren in seinem Münchner Winterquartier in einem winzigen Wassertank regelrecht „vergammeln“. Die Haltungsbedingungen sind miserabel, offizielle Richtlinien werden nicht eingehalten. Ein Aufnahmeangebot einer Auffangstation ignoriert der Zirkus.

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4. Der Raubtier-Dompteur des Circus Krone, Martin Lacey, züchtet immer wieder medienwirksam weiße Tiger und Löwen nach, obwohl die Gefahr von Fehlbildungen immens hoch ist. Der europäische und der US-amerikanische Zoodachverband lehnen die Zucht solcher Tiere strikt ab. Dem Zirkus ist das egal.

Circus_Krone
Weißes Löwen-und Tigerbaby von der Mutter getrennt bei Circus_Krone

 

5. Circus Krone braucht in den engen Verhältnissen seines Winterquartiers die Zirkusrichtlinien nicht vollumfänglich einhalten, weil die Münchner Behörden anderthalb bis zwei Augen zu drücken.

Kein Platz für Tiere im Circus Krone-Winterquartier
Kein Platz für Tiere im Circus Krone-Winterquartier

 

6. Amtstierärzte und Staatsanwaltschaften haben bei zahlreichen Tieren des Circus Krone in den letzten Jahren immer wieder „deutliche Haltungsmängel“, „länger anhaltende erhebliche Leiden“ „Verhaltensstörungen“ oder „mangelhafte Haltungsbedingungen“ usw. festgestellt. Krone schreibt auf seiner Internetseite jedoch: „Beim Circus Krone gibt es nachweislich keine Beanstandungen.“ EINE DREISTE LÜGE!

 

7. Rocklegende Udo Lindenberg hat die Zirkusdirektorin bereits 2009 aufgefordert, die Elefanten endlich in Rente zu schicken. Seitdem sind zwei der acht Elefanten im Circus Krone gestorben.

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8. Der WWF Deutschland forderte Circus Krone 2011 auf, keine WWF-Werbung mehr auf der Rückseite der Zirkus-Tickets zu drucken.
(…nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, Circus Krone hätte auch nur im Entferntesten etwas mit Artenschutz zu tun.. 😉 )

Elefanten würden Circus Krone am liebsten den Rücken kehren
Elefanten würden Circus Krone am liebsten den Rücken kehren

 

9. Circus Krone muss sich bezüglich seiner Tierhaltung an gut 100 Auflagen halten, nachdem PETA eine Recherche über zahlreiche Missstände veröffentlicht hat – die Tiere leiden trotzdem weiter.

 

10. Im Jahr 2011 versuchte Circus Krone, das österreichische Zirkus-Wildtierverbot durch eine Klage auszuhebeln. Der österreichische Verfassungsgerichtshof erteilte dem skrupellosen Zirkusbetrieb jedoch eine schallende Ohrfeige – das Verbot hat weiterhin Bestand. Ebenso wie in vielen anderen Ländern Europas.

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11. Systemimmanente Tierquälereien und unzureichende Tierhaltungen führen bei Circus Krone zu chronischen Leiden der Tiere. Auszug aus einem unabhängigen Gutachten des Landes NRW (2008) über die Elefanten:
„Das lange Stehen und unphysiologische Bewegungen wie die von allen Elefanten gezeigten Stereotypien und das Sitzen auf dem Podest während der Vorführung führen zu Fehl- und Überbelastung von Sohlen, Gelenken und Wirbelsäule. Einige Tiere zeigen hier bereits degenerative Veränderungen der Zehen und der Sohlen sowie teilweise eine abfallende steile Wirbelsäule und Unterständigkeit der Hinterhand. Elefantenkuh ,Bara‘ zeigt in der Vorführung den Kopf-/Rüsselstand. Durch diese Vorführung werden die Zehennägel der Vorderfüße sehr stark belastet. […] Dieses führt nach wissenschaftlichen Untersuchungen zu Spaltenbildung im Zehennagel mit Sekundärinfektionen, akuten Entzündungen und chronisch degenerativen Veränderungen und damit Schäden.“

Tierquälerische Elefantenhaltung bei Circus Krone
Tierquälerische Elefantenhaltung bei Circus Krone

Über den Autor

Peter

Kampagnenleiter für "Tiere in der Unterhaltungsbranche" bei PETA Deutschland. Für seine Diplomarbeit bereiste er auf den Spuren von Elefanten, Tigern und Affen zahlreiche Schutzgebiete in Südostasien.

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