Tierversuche

Wo der Himmel am schönsten ist?

Türkisblaues Wasser und weißer Sandstrand, ist das, was die meisten von uns vor Augen haben, wenn sie an die Trauminsel Mauritius im indischen Ozean denken.

Schwer vorstellbar, dass hier für viele Affen der Weg durch die Hölle beginnt.
Auf der Urlaubsinsel boomt der Handel mit Primaten. Nach China ist Mauritius der zweitgrößte Exporteur weltweit für Langschwanzmakaken (Macaca fascicularis). Jedes Jahr werden etwa 10.000 Affen an Tierversuchsanstalten in den USA und Europa verkauft. Innerhalb Europas vor allem an Frankreich, Spanien, Großbritannien und Deutschland.

In freier Wildbahn leben die sozialen Tiere in Gruppen von 6 bis 60 Tieren zusammen. Gegenseitige Fellpflege gehört dabei zum alltäglichen Ritual.
Wenn sie aber ihrem Zuhause und ihren Familien in freier Wildbahn entrissen werden, steht ihnen eine einsame und leidvolle Zeit bevor, bis sie dann, nach Abschluss der fürchterlichen Experimente, meist getötet werden. In den schrecklichen Versuchen werden die Tiere mit Krankheiten infiziert und mit Chemikalien vergiftet.

Eine Recherche der britischen National Anti-Vivisection Society dokumentiert schockierende Misshandlungen von Affenbabys auf der Insel Mauritius. Fotos und Videoaufnahmen zeigen, wie die Babys ohne Schmerzmittel tätowiert, in winzige Boxen gesperrt und dann an Laboratorien verschickt werden, wo man grausame und tödliche Versuche an ihnen durchführt.

© US Department of Agriculture
© US Department of Agriculture

Der Deutsche Tierschutzbund schreibt:

Zwischen 2000 und 2014 hat Deutschland rund 250 wild gefangene Affen und rund 3.800 direkte Nachkommen von Wildfängen zu Versuchszwecken aus Mauritius importiert. Nach Meldung der Regierung von Mauritius wurden 2015 erneut 400 Affen nach Deutschland verkauft. Diese sterben dann bei Giftigkeitstests für Medikamente oder Impfstoffe und für die Grundlagenforschung.

Ein lukratives Geschäft, denn für einen Affen werden in der EU rund 2600 Euro bezahlt.

Auch die Fluggesellschaft Air France/KLM profitiert von diesem leidvollen Geschäft.
Obwohl sie mit dem Solgan „Wo der Himmel am schönsten ist“ wirbt, fliegt sie als letzte große Fluggesellschaft weltweit, Affen in die Labore. Völlig gleichgültig dem Leid der Affen gegenüber, wittert sie nur das große Geschäft.
Seit vielen Jahren setzt PETA sich dafür ein, dass Air France endlich den Sprung ins 21. Jahrhundert macht und sich all den anderen Fluglinien anschließt, die den Missbrauch von Affen in grausamen Experimenten nicht mehr unterstützen und nicht davon profitieren wollen.

Was ihr tun könnt?

Entscheidet euch bei eurer nächsten Urlaubsplanung für eine Fluggesellschaft, die keine Affen in den Tod fliegt. Außerdem könnt ihr uns unterstützen, indem ihr unsere Petition unterzeichnet, die sich an die Verantwortlichen von Air France/KLM richtet.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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