Tierversuche

Urlaubsparadies Mauritius – Die Realität abseits des Tourismus

Schneeweiße Strände, türkisblaues Meer, luxuriöse Hotelanlagen… so stellt sich ein mancher das Urlaubsparadies vor. Rund 70.000 deutsche Urlauber zieht es jedes Jahr nach Mauritius, den kleinen Inselstaat mitten im indischen Ozean. Doch die Realität abseits des Tourismus sieht anders aus: Mauritius ist weltweit der zweitgrößte Exporteur für Javaneraffen (auch Langschwanzmakaken genannt) und verkauft diese an Versuchslabore in aller Welt!

Auf Mauritius leben die Javaneraffen in engen Familienverbänden in freier Natur – eigentlich. Denn in großen Teilen der Insel werden sie systematisch ausgerottet mit der Begründung, dass sie vor vielen hundert Jahren dort nicht heimisch waren bis der Mensch sie auf die Insel brachte. Nun will man „diesen Fehler wieder gut machen“, indem man die Tiere in Fallen lockt, sie brutal aus ihren sozialen Verbänden reißt  und auf riesige Zuchtfarmen bringt. Viele der männlichen Tiere werden getötet, die Weibchen werden als Zuchttiere missbraucht. Auf diese Weise werden jährlich viele Tausend Nachkommen „produziert“, die gewinnbringend an Versuchslabore in aller Welt verkauft werden.

Nach einer langen qualvollen  Reise, eingepfercht in kleine Holzkisten und als Ladung in Passagierflugzeuge verfrachtet, gelangen die Tiere zu ihrer Endstation, einem Tierversuchslabor. Dort werden sie durch Flüssigkeits- & Nahrungsentzug gefügig gemacht und müssen tagtäglich schmerzvolle Experimente über sich ergehen lassen bis sie nach Wochen, Monaten oder sogar Jahren an den Folgen sterben oder getötet werden. Alleine im Jahr 2013 wurden mehr als 6.000 Affen aus Mauritius exportiert – Tendenz steigend. Mehr als die Hälfte davon ging nach Europa, Deutschland kaufte 752 Langschwanzmakaken und liegt damit im europäischen Vergleich auf Platz 3, direkt hinter Großbritannien und Frankreich. Einer der Hauptabnehmer in Deutschland ist das berüchtigte Tierversuchslabor Covance in Münster.

Die Ironie: Der industriell angelegte Primatenhandel wird als „Tierschutzmodell“ bezeichnet, da für jeden exportierten Affen $ 50 in den Naturschutzfond „Government of Mauritius Conservation Fund“ fließen. Davon profitiert aber einzig und allein die mauritianische Regierung und nicht die Tiere, die mittels dieser Gelder weiter gefangen, gequält und ausgerottet werden! Länder wie Indien oder Malaysia haben die Grausamkeit und Abscheulichkeit des Primatenhandels schon vor langer Zeit erkannt und haben den Export von Affen vollständig verboten!

Bitten helft auch Ihr mit und entscheidet Euch gegen einen Urlaub auf Mauritius! Es gibt unzählige, traumhaft schöne Alternativen, wie beispielsweise Madagaskar oder die Seychellen. Und fliegt bitte nicht mit Air France/KLM, denn dies ist die letzte große Fluggesellschaft weltweit, die immer noch Affen aus Mauritius zu internationalen Versuchslaboren transportiert!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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