Tierversuche

Uni Zürich macht Schluss mit Vertragslabor Liberty Research

Katze nicht für Vertragslabor
© iStock.com / Serg Velusceac

Im Juni 2017 veröffentlichten wir eine Augenzeugenermittlung von unserer Partnerorganisation PETA USA, die die schockierenden Zustände beim Vertragslabor Liberty Research zeigte, das auch eine Hunde- und Katzenzucht beinhaltet. Kunden dieses Labors sind Bayer, Novartis, diverse amerikanische Universitäten, aber auch die Universität Zürich (UZH), die Katzen von Liberty erhielt. Bis vor kurzem.

Katze aus Liberty Research
 
Katze aus Liberty Research
Katze aus Liberty Research
 
Katze aus Liberty Research
Katze aus Liberty Research
 
Katze aus Liberty Research

Denn nachdem wir die Verantwortlichen der UZH kontaktiert, informiert und gebeten hatten die Geschäftsbeziehungen zu Liberty zu überdenken, erreichte uns diese Woche ein sehr erfreuliches Schreiben, indem der für den Bereich Forschung zuständige Prorektor unter anderem dieses mitteilte:

„…die Universität Zürich indes mit sofortiger Wirkung darauf verzichtet hat, Katzen von Liberty Research zu beziehen“.

Katzen wurden bei Liberty in kahlen, fensterlosen Gehegen unter völlig unnatürlichen Bedingungen gehalten. Es gab darin nichts, was auch nur im Geringsten von Interesse für die Katzen gewesen wäre. Einige Gehege waren so überfüllt, dass es eher wie bei einem Animal Hoarder als in einem gut finanzierten und regulierten Labor mit Verbindungen zu Pharma-Riesen und Universitäten aussah. Einige der Katzen waren offenbar nicht in der Lage, genügend Nahrung zu bekommen und wurden immer dünner. Trotzdem setzte man sie nicht in andere Gehege. Ihr Wohlbefinden war kaum ein Thema.

Erbärmliche Lebensbedingungen im Vertragslabor

Eine Vorgesetzte beschrieb die erbärmlichen Lebensbedingungen der Katzen im Zuchtbetrieb von Liberty. Sie erklärte, den Katzenmüttern würden die Babys weggenommen und tätowiert – damit werden auch sie Teil eines Kreislaufs voller Entbehrungen und Schmerz. Die Mütter kommen noch am gleichen Tag wieder in die Zucht. „Sie bekommen keine Pause. … Es gibt oft Probleme bei der Geburt, weil sie untergewichtig sind, aber das wird durch die Schwangerschaft verdeckt. Wenn sie stillen, geht es mit ihnen bergab, weil sie den Bedarf nicht decken können.“

Zwei Mitarbeiter gaben an, „erstickte“ Katzen unter umgeworfenen Katzentoiletten gefunden zu haben. Das USDA (Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten) lud Liberty im März 2016 vor, nachdem Katzenbabys auf ähnliche Weise gestorben waren. Ein Mitarbeiter beschrieb einen Vorfall, bei dem ein Brett, auf dem die Katzen liegen konnten, umkippte und eine Katze „zerquetschte“.

Dies ist ein wundervoller Etappensieg!

Vielen Dank an alle Tierfreunde, die sich unserer Petition angeschlossen haben (bisher über 65.000!). Gemeinsam können wir viel für die Tiere erreichen, die wie im Falle von Liberty Research in extrem überfüllten, kahlen Räumen in fensterlosen Gebäuden gehalten, gefoltert und getötet werden. Wir müssen jetzt dran bleiben, so dass auch weitere Geschäftspartner des mehrere Millionen schweren Vertragslabors ihre Geschäftsbeziehungen überdenken, in dem Mitarbeiter Tiere quälten, schlechte Wissenschaft betrieben, pfuschten, um den Profit zu maximieren und eine allgegenwärtige Kultur der Vernachlässigung von Tieren betrieben.

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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