Tierversuche

TraumaMan im Einsatz für Mensch und Tier: erfolgreiches Spendenprogramm

Wie man Tierleben rettet und die medizinische Ausbildung optimiert, zeigt der sogenannte TraumaMan und mit ihm PETAs millionenschweres Spendenprogramm, das nach 2014 nun in die nächste Runde geht.

Die hochtechnisierten Simulatoren, die eine naturgetreue, atmende und blutende Abbildung des menschlichen Körpers mit lebensechten Haut- und Gewebeschichten, Rippen und inneren Organen, sind, bringen die medizinische Ausbildung in sieben weiteren Ländern der Erde auf den neuesten Stand. Nachdem 2014 Bolivien, Costa Rica, Ägypten, Iran, Jordanien, Mexiko, Mongolei, Panama sowie Trinidad und Tobago Exemplare des TraumaMans von Simulab bekommen haben, können ab nun auch Tausende angehende Mediziner in China, Griechenland, Indonesien, Pakistan, Zypern, den Philippinen und den Vereinigten Arabischen Emiraten ihre chirurgischen Eingriffe an ihm statt an Tieren üben, um die notfallmedizinische Erstversorgung von schwerverletzten Patienten zu erlernen. Insgesamt wurden 40 Exemplare des hochentwickelten Simulationsmodells für den künftigen Einsatz in Chirurgie-Kursen gespendet.  Damit ist es PETAs bislang größter Beitrag zur Förderung der Verwendung tierfreier wissenschaftlicher Verfahren und rettet künftig Tausenden Hunden, Schweinen und anderen Tieren in Europa, dem Nahen Osten und Asien das Leben. Wir von PETA Deutschland haben dabei die 22 Modelle für Griechenland und 2 für Zypern mitübernommen.

Schon heute kommt der Simulator „TraumaMan“ in fast allen medizinischen Ausbildungsprogrammen in Kanada, den USA und anderen westlichen Ländern zum Einsatz, die das beliebte ATLS-Ausbildungskonzept (Advanced Trauma Life Support) anwenden. Die ATLS-Schulung wird von der US-amerikanischen chirurgischen Fachgesellschaft „American College of Surgeons“ (ACS) gefördert. Aufgrund begrenzter Finanzmittel waren angehende Ärzte in anderen Ländern jedoch bislang gezwungen, im Rahmen ihrer ATLS-Ausbildung Hals, Bauch, Brustkorb und Gliedmaßen von Abertausenden lebender Hunde, Ziegen, Schweine und Schafe aufzuschneiden. Im Gegensatz zur Schulung chirurgischer Eingriffe an Tieren ist die Ausbildung mithilfe der gespendeten TraumaMan-Modelle ortsungebunden und preisgünstiger. Zudem ist der Simulator wiederverwendbar. Wie Studien gezeigt haben, sind Ärzte, die sich ihre lebensrettenden chirurgischen Fähigkeiten in der Arbeit mit dem Simulator angeeignet haben, qualifizierter als ihre Kollegen, die im Rahmen ihrer medizinischen Ausbildung Tiere aufschneiden mussten. Das liegt vor allem daran, dass der „TraumaMan“ der menschlichen Anatomie naturgetreu nachgebildet ist.

So rettet der sogenannte TraumaMan bestenfalls das Leben von Mensch und Tier!

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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