Tierversuche

Tierversuchsstatistik 2015 – Das Leid der Tiere in Zahlen

Am Ende jeden Jahres veröffentlicht  das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anzahl der Tiere, die Im Vorjahr in Deutschland in Versuchen „verwendet“ wurden, sowie die Anzahl der Versuche selbst.

Im Jahr 2015 waren das  2.753.062 Tiere.
Die Hauptleidtragenden waren 2.031.338 Mäuse (72%), 326.233 Ratten (11,65%), 120.878 Zebrafische (4.32%) und 111.718 Kaninchen (3,99%).  Aber auch 4.491 Hunde und 1.112 Katzen mussten – neben zahlreichen anderen Tierarten –  für Versuche leiden und größtenteils sterben.
Die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich (-1,65%).

Viele Tiere sind von der Statistik noch immer nicht erfasst

Aufgrund der neuen Zählweise ist es nicht ganz einfach Vergleiche mit der Statistik von 2014 zu ziehen, denn es werden jetzt einerseits mehr Tiere gezählt, hinzugekommen sind beispielsweise Fischlarven. Andererseits werden nicht mehr nur Tiere gezählt, sondern auch beendete Versuche. Daher ist die Zahl der Versuche Höher (2.799.961) als die Zahl der Tiere (2.753.062), denn vor allem Hunde, Affen und Krallenfrösche mussten zum Teil zweimal Versuche ertragen.

Trotzdem müssen wir auch in diesem Jahr davon ausgehen, dass die tatsächliche Tierzahl mindestens doppelt so hoch ist, als die angegebene, denn viele Tiere werden nach wie vor nicht von der Statistik erfasst.
In den vergangenen Monaten haben wir – mit Hilfe des  Informationsfreiheitsgesetztes – versucht Zahlen und Informationen über diese Tiere zu bekommen – leider vergeblich. Mäuse die zur sogenannten Vorratshaltung gezüchtet werden und Tiere, die nicht die gewünschten Merkmale aufweisen, werden getötet und tauchen in keiner Statistik auf.

Mehr als die Hälfte der Tiere sterben in der Grundlagenforschung

Wie auch in den Jahren davor, wird ein Großteil der Tiere (58,7%) für die Grundlagenforschung gequält.  Also für Forschung, die keinen speziellen Zweck verfolgt, sondern bei der Forschung um des Forschens Willen stattfindet.

Aber ganz gleich, ob Grundlagenforschung, Experimente für Aus- Fort- und Weiterbildung (1,9%) oder sogenannte angewandter Forschung (14%), Tierversuche lassen sich nicht risikolos auf den Menschen übertragen. Zukunftsorientierte und verantwortungsbewusste Forschung bedeutet Forschung OHNE TIERE!

Mehr Infos zum Thema Tierversuche findet ihr hier. Außerdem könnt  ihr euch auf der Seite des BMEL alle Zahlen im Detail ansehen.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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