Tierversuche

Tag der Organspende: Lebensretter für Mensch und Tier

©iStock.com/blackmorebrat

Viele Menschen haben Angst vor dem Tod und wollen daher lieber nicht darüber nachdenken und entscheiden, was nach dem Tod mit ihren Organen passieren soll.

Dabei werden Organe dringend gebraucht um Leben zu retten. Fortschritte in der Medizin ermöglichen den Transplantierten eine immer bessere Lebensqualität.
Momentan herrscht allerdings ein akuter Mangel an Spenderorganen. Im Jahr 2014 spendeten gerade mal 10,7 Menschen pro 1 Million Einwohner ein Organ.

Das Schwein als Ersatzteillager

Es warten viel mehr Menschen auf ein Organ, als Spender vorhanden sind. Dieser Mangel an menschlichen Spenderorganen hat dazu geführt, dass das Interesse an der sogenannten Xenotransplantation gewachsen ist. Xenos heißt Fremder. Gemeint ist das Verpflanzen artfremder Organe, also von einer Tierart zur anderen oder vom Tier auf den Menschen. Die Xenotransplantation verspricht, den Mangel an Organspenden auszugleichen, indem  Tiere – überwiegend Schweine –  als Ersatzteillager degradiert werden.

Die Transplantation von tierischen Organen auf den Menschen ist nicht nur aus ethischen Aspekten abzulehnen, sie zieht auch medizinischer Probleme mit sich.

Bereits bei der Transplantation von Mensch zu Mensch kommt es zu Abstoßungsreaktionen des Körpers, die durch eine lebenslange Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten unter Kontrolle gehalten werden soll. Bei einer Übertragung zwischen unterschiedlichen Spezies ist die Abwehrreaktion aber weitaus heftiger. Als Folge einer sogenannten „hyperakuten Reaktion“ kommt es zu massiven inneren Blutungen, zu Ödemen und schließlich zur Zerstörung des Gewebes. Um diese Reaktionen zu verringern, versucht man das Spendertier zu „vermenschlichen“, indem man ihm menschliches Erbgut einschleust. Doch wohin führt uns die Erschaffung von Mischwesen – sogenannten Chimären?

Keiner weiß um die langfristigen Auswirkungen einer derartigen Transplantation Bescheid. Wie werden die psychischen Folgen für jemanden aussehen, in dessen Brust ein Schweineherz schlägt? Welche Auswirkungen hat der menschliche Lebensstil auf die Schweineorgane und inwieweit hat die sehr viel kürzere Lebenserwartung eines Schweines Auswirkungen auf das transplantierte Organ?

© PETA USA
Die natürliche Lebenserwartung eines Schweins liegt bei 15 Jahren.
Organ-Flatrate?

Ein Großteil unserer Zivilisationskrankheiten ist hausgemacht. Statt sich gesund zu ernähren und auf seine Gesundheit zu achten, birgt die „Organ-Flatrate“ die Gefahr, dass wir achtloser mit unserem Körper umspringen, frei nach dem Motto  „Mir doch egal, wenn meine Leber kaputt geht, hole ich mir halt eine Neue“.

Statt Unsummen in die Xenotransplantationsforschung zu pumpen, sollten die Ressourcen in Präventivmedizin investiert werden: Vorbeugen statt reparieren!

Tag der Organspende

Der Tag der Organspende soll Menschen informieren und motivieren, sich als Organspender bereit zu erklären. Organspender sein bedeutet Lebensretter sein – für Mensch UND Tier!
Deinen Organspendeausweis kannst du ganz bequem online erstellen.

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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