Tierversuche

Tag der Immunologie – Leiden und Sterben für die Forschung

Heute findet zum zehnten Mal der Internationale Tag der Immunologie statt. Ziel dieses weltweiten Aktionstages ist es, Themen rund um die Immunologie ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken – dazu gehört unserer Meinung nach auch, auf das unnötige Leiden von „Versuchstieren“ für diese Wissenschaft aufmerksam zu machen. Alleine in Deutschland müssen jährlich über 150.000 Tiere für die Forschung rund ums menschliche Immunsystem und die Herstellung von Antikörpern und Impfstoffen ihr Leben lassen.

Die Aszites-Methode: schmerzhaft und in Deutschland weitestgehend verboten

Die Abwehrstoffe des Immunsystems von Wirbeltieren, sogenannte Antikörper, spielen sowohl bei der Herstellung von Impfstoffen, als auch in der Erforschung, der Diagnostik und der Therapie verschiedener Immunerkrankungen eine große Rolle. Die Gewinnung dieser Antikörper erfolgte Jahrzehnte lang traditionell mittels der „Aszites-Methode“. Dabei werden Mäusen tumorartige Zellen in die Bauchhöhle injiziert. Es kommt zu einer Bauchwassersucht, einer starken Ansammlung von Wasser in der Bauchhöhle, die für die Tiere mit ungeheuren Schmerzen verbunden ist. Die Flüssigkeit wird aus dem Bauch abgezapft, um daraus Antikörper zu gewinnen. Die Produktion von Antikörpern in der Aszites-Maus ist in Deutschland zwar für die Herstellung im großen Maßstab verboten worden, wird aber in Einzelfällen und vor allem für Forschungszwecke auch heute noch viel zu oft zugelassen. In den USA gibt es für diese grausame Methode überhaupt keine Einschränkungen!

Doch auch gängige Methoden basieren immer noch auf der Tötung von Mäusen, Schafen, Ziegen, Schweinen, Kaninchen, Hunden, Pferden und vielen mehr, um in einem ersten Schritt Zellen aus deren Milz und Lymphknoten zu gewinnen. Dabei könnten jedes Jahr Millionen von Tieren weltweit verschont werden, würden anstelle dieser grausamen Methoden fortschrittliche Bioreaktoren wie die sogenannte „Glasmaus“ oder „Technomaus“ verwendet werden, bei denen Antikörper produzierende Zellen zusammen mit einer Nährflüssigkeit in Flaschen oder sogar große Tanks gefüllt werden. Des Weiteren könnten synthetische Antikörper, sogenannte rekombinante Antikörper, aus menschlichen Zellen hergestellt werden, wodurch Tiere vollständig aus der Antikörper-Produktion ausgeschlossen würden.

Humane Methoden: schneller, kostengünstiger und vor allem tierfreundlicher

Diese verbesserten humanen Methoden sind nicht nur schneller, kostengünstiger und zuverlässiger, sondern sie sind auch ethisch vertretbar und kein Tier muss dafür Qualen erleiden oder getötet werden.

Unser Ziel ist es, sinnlose und unfassbares Leid verursachende Tierversuche ein für alle Mal aus der modernen Forschungslandschaft zu verbannen. Bitte helft auch Ihr mit und seht hier was Ihr im Einzelnen dafür tun könnt! Vielen Dank für jegliche Unterstützung!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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