Tierversuche

Statt Tierversuchen: PISC und MatTek vergeben 3D-Gewebemodelle an Labore

Der Hersteller alternativer Gewebemodelle MatTek und das PETA International Science Consortium (PISC) haben sich zusammengetan, um die Verwendung von für den Menschen relevanten In-vitro-Methoden zu stärken und den Einsatz von Tieren zu reduzieren. Sie haben eine Ausschreibung veröffentlicht, die Wissenschaftler in der Industrie, an Universitäten und bei Behörden aufruft, sich auf dreidimensionale rekonstruierte menschliche Gewebe-Modelle von MatTek zu bewerben. Dazu können die Labore Vorschläge für Projekte einreichen, die beschreiben, wie sie die Gewebe-Modelle von MatTek verwenden würden. Details zum Wettbewerb gibt es hier.

Die Gewebe von MatTek – einschließlich Geweben von Haut, Augen, Atemwegen, Darm und Scheide – stammen von menschlichen Epithelzellen ab und können in der Produktentwicklung, im regulatorischen Testen zur Produktzulassung oder in der Grundlagenforschung eingesetzt werden, wofür traditionell Tiere leiden müssen.

Beispielsweise anstatt Ratten zu zwingen, giftige Chemikalien einzuatmen, können Wissenschaftler das EpiAirway-Modell von MatTek benutzen, das aus vom Menschen stammenden Lungenzellen besteht. Oder anstatt Kaninchen Chemikalien in die Augen zu reiben, können Wissenschafter das Epi-Ocular-Modell von MatTek aus vom Menschen stammenden Augenzellen verwenden.

Mitglieder von PISC haben bereits in der Vergangenheit mit MatTek zusammengearbeitet, um die Entwicklung, Validierung und weltweite Anwendung von Alternativen zu Tierversuchen voranzubringen. PETA UK finanzierte den letzten Schritt der Validierung des dreidimensionalen Modells EpiDerm, das aus menschlichen Hautzellen besteht. EpiDerm kann nun weltweit anstelle von Kaninchen eingesetzt werden, um die ätzende und reizende Wirkung von Chemikalien auf die menschliche Haut zu untersuchen. Bisher haben PISC-Mitglieder insgesamt ca. 1,8 Millionen € zur Verbesserung und Anwendung tierfreier Versuchsmethoden beigetragen.

Über den Autor

Christopher

Christopher ist promovierter Biologe und Mitglied des PETA International Science Consortium (PISC). Er setzt sich im Bereich der toxikologischen und ökotoxikologischen Chemikalientestung für den Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden ein. Christopher hält es mit Mahatma Gandhi, der sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandelt".

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen