Tierversuche

Schwimmen bis zur Verzweiflung

Einfach unfassbar! In Deutschland werden Experimente durchgeführt, in denen Ratten und Mäuse gezwungen werden bis zur totalen Erschöpfung zu schwimmen oder in denen sie mit Elektroschocks traktiert werden.
Wozu? Angeblich für die Erforschung von Depressionen.

Am Institut für Molekulare Psychiatrie der Universität Bonn werden beispielsweise Mäuse fünf Wochen lang, sechs Tage die Woche einem sogenannten Stressprotokoll ausgesetzt.
Die Tiere werden zuerst für eine Stunde fixiert, danach für eine weitere Stunde in einen Käfig mit fremden Mäusen gesteckt, was für sie enormen sozialen Stress bedeutet. Dann werden sie für 1-3 Stunden stroboskopischem Licht (also Lichtblitzen) ausgesetzt, um danach für weitere 4-8 Stunden in einen schiefen Käfig verfrachtet zu werden. Als ob das nicht schon grauenhaft genug wäre, müssen die Mäuse acht bis zwölf Stunden auf nassem Käfiginhalt sitzen. Einem Nahrungsentzug von 18-24 Stunden folgen 30 Minuten in denen den Tieren für sie unerreichbares Futter gezeigt wird. Das Ganze wird dann mit dem Entzug von Wasser wiederholt und weiteren 30 Minuten, in denen die Tiere eine leere Trinkflasche vorgehalten bekommen.
Der Horror? Es wird noch schlimmer:

Vor, während und nach der fünfwöchigen Folter wird unter anderem der „forcierte Schwimmtest“ oder auch „Verzweiflungstest“ durchgeführt. Dabei wird die Maus in einen mit Wasser gefüllten Behälter gesetzt, aus dem es kein Entkommen für sie gibt. Die Tiere, die früh aufhören zu schwimmen gelten als depressiv!

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Diese Versuche werden durchgeführt, obwohl sie von der EU verboten sind. Die EU definiert in der Tierversuchsrichtlinie derartige Versuche als „für die Tiere mit schwerem Leid verbunden“. Sie schreibt ein Verbot solcher Experimente fest, wenn das schwere Leid der Tiere voraussichtlich lang anhaltend ist.
Deutschland macht hier aber Gebrauch von einer sogenannten Schutzklausel, die es den Mitgliedsstaaten ermöglicht von diesem grundsätzlichen Verbot abzuweichen. Das heißt, wenn ein Mitgliedsstaat es für wissenschaftlich sinnvoll erachtet, schwerst belastende Tierversuche durchzuführen ist dies im „Ausnahmefall“ möglich.

Zusammen mit anderen Vereinen haben unsere Kollegen von Ärzte gegen Tierversuche e. V. eine Kampagne ins Leben gerufen, mit der sie derartigen Experimenten ein Ende bereiten wollen.

Mehr darüber erfahrt ihr unter http://www.schwimmen-bis-zur-verzweiflung.de

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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