Tierversuche

PISC vergibt 200.000 US-Dollar für Alternativen zu Tierversuchen

Dank der Hilfe eines überaus großzügigen Spenders konnte das PETA International Science Consortium (PISC) vor Kurzem die Gewinner eines Preises in Höhe von 200.000 US-Dollar für die Entwicklung eines richtungsweisenden, alternativen, tierfreien Testverfahrens bekannt geben.

Das Projektziel besteht darin, mehrere tierfreie Testverfahren und Computermodelle zu entwickeln, die gemeinsam zur Vorhersage der Inhalationstoxizität von Nanomaterialien eingesetzt werden können und so unzählige Tiere vor qualvollen und tödlichen Versuchen zur Inhalationstoxizität bewahren.

Mit dem neuen Test soll die Entwicklung einer Lungenfibrose bei Menschen vorhergesagt werden, die den Einwirkungen von Nanomaterialien ausgesetzt sind. Als Nanomaterialien werden Materialien bezeichnet, die sich aus Nanoobjekten (1 nm bis 100 nm bzw. dünner als der Durchmesser eines menschlichen Haares) zusammensetzen. Die Lungenfibrose entsteht durch eine krankhafte Veränderung im Heilungsprozess des menschlichen Körpers und führt schließlich zu Atemnot.

Das neue Testverfahren wird gemeinsam entwickelt von Dr. Barbara Rothen-Rutishauser vom Adolphe-Merkle-Institut der Universität Freiburg in der Schweiz und Dr. Vicki Stone von der School of Life Sciences der Heriot-Watt University in Edinburgh, Großbritannien.

Das Science Consortium finanziert zudem den Entwurf eines Modells des menschlichen Lungengewebes durch das Unternehmen MatTek Corporation, welches bei der Entwicklung dieses Verfahrens zum Einsatz kommen wird.

PETA UK hatte zuvor bereits die abschließende Validierung des Gewebemodells EpiDerm von MatTek finanziert. Dieses Modell ist heute weltweit zur Prüfung der Reaktion der menschlichen Haut auf chemische Stoffe verfügbar – Versuche, die zuvor auf der empfindlichen Haut von lebenden Kaninchen durchgeführt wurden.

Mit dieser neuen Finanzierungsrunde steigt die Summe der finanziellen Zuwendungen von PETA, ihren internationalen Schwesterorganisationen und dem PETA International Science Consortium zur Entwicklung und Einführung von tierfreien Testverfahren auf 1,8 Millionen US-Dollar an. Bei Berücksichtigung der erbrachten Sachleistungen, wie etwa Zeit und Materialien, beläuft sich die Gesamtsumme sogar auf sage und schreibe 4 Millionen US-Dollar.

Über den Autor

Christopher

Christopher ist promovierter Biologe und Mitglied des PETA International Science Consortium (PISC). Er setzt sich im Bereich der toxikologischen und ökotoxikologischen Chemikalientestung für den Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden ein. Christopher hält es mit Mahatma Gandhi, der sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandelt".

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