Tierversuche

Misshandelt und allein gelassen: PETA USA entlarvt Tierversuche an der Uni Pittsburgh

Affen, Mäuse, Kaninchen, Ratten… Unter anderen Umständen könnte die Artenvielfalt an der University of Pittsburgh gar beeindruckend wirken. Doch natürlich ist der Aufenthalt der Tiere keinesfalls freiwillig. Sie sollen den Wissenschaftlern eine möglichst große Anzahl an Möglichkeiten bieten, um an ihnen Versuche zur Grundlagenforschung durchzuführen.

Ein Augenzeuge von PETA USA nahm über Wochen hinweg undercover Videos in den Laboren der Uni Pittsburgh auf, die im folgenden Zusammenschnitt zu sehen sind.  Das Video zeigt keine außerordentlich grausamen Ausnahmen, sondern die Regel: Den „ganz normalen“ Alltag in Tierversuchslaboren weltweit.

Was PETA USA herausfand: Besonders die Versorgung der Tiere befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Häufig gaben Experimentatoren und nicht etwa Tierärzte die Anweisungen zur Verpflegung und Behandlung der Tiere. Wie diese „Versorgung“ in der Praxis aussah, wird insbesondere bei der Betrachtung der einzelnen Tierschicksale deutlich.

Tiny Tim mit Ziehmutter

Hierzu gehörte beispielsweise Tiny Tim. Das Kaninchenbaby wurde so gezüchtet, dass es bereits mit einem fehlgebildeten Kopf geboren wurde. Nach einem dilettantisch durchgeführten Eingriff an seinem Kopf entzündeten sich die Nähte und wurden nicht weiter medizinisch behandelt.

Tiny Tim ist mit seinem Schicksal nicht allein. Der Versuchsverantwortliche Dr. Gregory Cooper züchtet im großen Stil missgebildete Kaninchen – Eine Versuchsmethode, die seit Jahrzehnten keine brauchbaren Erkenntnisse zur Therapie von vergleichbaren Fehlbildungen bei Menschen vorweisen kann.

Tiny Tim: Entzündete Stiche

Auch Jack und Daniels waren Teil der Kaninchengruppe an der University of Pittsburgh. Dr. Sandeep Kathju schnitt die Hinterläufe der beiden Kaninchen auf, verdrehte diese in eine unnatürliche Position und führte daraufhin einen Draht ein. Dies mussten Jack und Daniels insgesamt acht Wochen lang ertragen, wobei sie bedrohlich viel Gewicht verloren. Aufgrund der künstlichen Fehlhaltung verhakten sich zudem die Hinterläufe der Kaninchen im Plastikgitter des nicht artgerechten Bodens. Diese Umstände führten zum blutigen Ausreißen der Nägel – ein „Nebeneffekt“, den Dr. Kathju offensichtlich nicht miteinkalkuliert hatte.

Dies sind lediglich zwei Beispiele für zahlreiche Schlampereien an der University of Pittsburgh. Den Alltag der anderen Tiere, die in diesem Labor leiden, könnt ihr euch im oben gezeigten Video ansehen.

Überschwemmte Käfige aufgrund undichter Wasserflaschen – Mäuse versuchen dem Tod durch Ertrinken zu entkommen

Was ihr tun könnt

Auch in deutschen Universitäten ist die Anzahl an Tierversuchen seit 1997 erheblich gestiegen, obwohl es längst bessere Ersatzmethoden gibt. Dies wird zu einem großen Teil von deutschen Steuergeldern finanziert. Sollte euch an eurer Hochschule ein Missstand auffallen, könnt ihr uns über unser Whistleblower-Formular kontaktieren. Weitere Informationen und Möglichkeiten, gegen Tierversuche aktiv zu werden, findet ihr hier.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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