Tierversuche

Warum PETA US Aktien von Bayer kauft?

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PETA US hat letzte Woche Aktien von Bayer und Zoetis gekauft. Hiermit sollen deren Aktionäre über die Geschäftsbeziehungen zu Liberty Research informiert werden. Liberty Research ist ein Vertragslabor, über das PETA US vor Kurzem einen Enthüllungsbericht veröffentlicht hat.

Wie im Video zu sehen, leiden Hunde und Katzen bei Liberty Research unter trostlosen Bedingungen. Sie wurden nicht angemessen medizinisch versorgt und auf langsame und stressvolle Weise getötet. Zahlreiche Pharmaunternehmen finanzieren hier Experimente, in denen Hunden und Katzen Medikamente gespritzt und mit Viren infiziert werden. Danach werden die Tiere getötet oder zu weiteren Tests genutzt. In einem Experiment wurde 30 Hunden in den Schädel gebohrt. Einige dieser Tiere waren nicht ausreichend betäubt und winselten währenddessen – ein klares Zeichen dafür, dass die Tiere Schmerzen empfinden. Dann wurde ihnen das Staupevirus direkt in das Gehirn injiziert und somit drastische oder gar tödliche Gehirnschäden verursacht.

„Bayer und Zoetis tragen eine Mitschuld an den miserablen Lebe- und Sterbebedingungen der Hunde und Katzen bei Liberty Research“, so Dr. Alka Chandna, Chief of Laboratory Case Management bei PETA US. „Als Aktionär ist PETA US in der Lage, die Interessenvertreter und Vorstandsmitglieder direkt dazu aufzufordern, unsere Beweise zu sichten und dann zu überdenken, ob man wirklich weiterhin mit diesem Höllenlabor Geschäfte machen will.“

Die Hölle für Katzen

Katzen wurden in dem Labor in extrem überfüllten Gehegen in fensterlosen Gebäuden gehalten. Einige erstickten unter umgekippten Katzenklos. Ein Kater namens Jade war durch Krampfanfälle zeitweise gelähmt, wurde jedoch fast vier Wochen lang nicht behandelt. Dann verabreichte ihm ein Mitarbeiter schließlich eine tödliche Injektion ins Herz – offenbar während das Tier noch bei Bewusstsein war. Andere Mitarbeiter brauchten über sieben Minuten und vier Injektionen, um einen blutenden, hechelnden Hund, der bei vollem Bewusstsein war, zu töten.

Neben Bayer und Zoetis hat auch das US-Pharmaunternehmen Merck & Co (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Hersteller Merck KGaA) vor Kurzem noch mit Liberty Research Geschäfte gemacht. Aktien von Merck & Co besitzt PETA US bereits. Letzten Monat demonstrierte PETA US vor den Hauptsitzen der drei Unternehmen in New Jersey.

Die Verbindungen von Liberty Research reichen bis nach Europa und betreffen somit auch uns. Teile deshalb den deutschen und europäischen Vertragspartnern von Liberty Research mit, dass die miserablen Zustände in diesem Labor nicht zu verantworten sind! Jegliche Geschäftsbeziehungen mit diesem Unternehmen sollten umgehend beendet werden. Mit unserer tierleidfreien Morning Routine findest du zudem Möglichkeiten, beim Shoppen Tierversuche zu verhindern.

Über den Autor

Nils

ist Fachreferent gegen Tierversuche bei PETA Deutschland.

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