Tierversuche

PETA unterstützt Erforschung von alternativen Testmethoden

Alternative Testmethoden statt Tierversuche
© iStock.com / suerob

Keine andere Tierrechts- und Tierschutzorganisation beschäftigt so viele Wissenschaftler zur Erforschung tierversuchsfreier Testmethoden wie PETA und seine Partnerorganisationen weltweit. Selbstverständlich sind die Wissenschaftler von PETA US auch auf dem zehnten Weltkongress zum ‚Einsatz von Alternativen und Tieren in den Lebenswissenschaften‘ in Seattle vertreten.

PETA US weist im Rahmen der Veranstaltung auf Missstände in der derzeitigen Forschungspraxis hin. So wurden in den USA Ratten und Mäuse vom amerikanischen Tierschutzgesetz ausgegliedert, was zu enormem Leiden geführt hat. Zudem klären Mitarbeiter von PETA US darüber auf, warum die grausamen Experimente an Hunden für Muskeldystrophie selbst nach jahrzehntelanger „Forschung“ keinerlei Ergebnisse gebracht haben.

PISC: Das PETA International Science Consortium

Im Mittelpunkt des Kongresses steht allerdings die Arbeit von PISC: dem PETA International Science Consortium. Dieses Konsortium setzt sich international für die Reduktion und den Ersatz von Tierversuchen ein. Hierbei finanzieren wir die Erforschung und Validierung tierfreier Testverfahren, arbeiten mit Unternehmen und Ministerien zusammen und bieten Workshops und Fortbildungen an.

Projekte zur Erforschung alternativer Testmethoden

Auch in Deutschland ist PISC aktiv. Derzeit wird neben vielen weiteren Projekten ein Team am Institut für Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik der Technischen Universiät Braunschweig unterstützt. Die Forschungsgruppe um Professor Michael Hust entwickelt Antitoxine gegen die Infektionskrankheit Diphtherie – ganz ohne die grausame Herstellung der Antitoxine von Pferden, die sonst hierfür vorgesehen ist.

Auch die Kooperation mit EU-Einrichtungen gehört zum Alltag von PISC. Im Rahmen des weltweit größten Tierversuchsprogrammes REACH müssen Unternehmen der chemischen Industrie viele ihrer Inhaltsstoffe erneut testen lassen. PISC arbeitet mit diesen Firmen zusammen, um in den vorgeschriebenen Tests Alternativmethoden zum Tierversuch durchzusetzen. Hierzu gehört auch viel Überzeugungsarbeit, um die europäischen Behörden, die nach wie vor an mangelhaften Tierversuchen festhalten, für nachweislich bessere Testmethoden zu erwärmen.

Was ihr tun könnt

Die gute Nachricht: Jeder Bürger der EU kann hierbei mithelfen! Unterschreibt deshalb unsere Petition gegen das Tierversuchsprogramm REACH und für bessere tierfreie Testmethoden. Nur so können wir die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) davon überzeugen, sich endlich von völlig veralteten Tierversuchen abzuwenden.

 

 

Über den Autor

Nils

ist Fachreferent gegen Tierversuche bei PETA Deutschland.

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