Tierversuche

PETA hilft Unternehmen, Tierversuche trotz EU-Vorschriften zu vermeiden

Alternativen zu Tierversuchen
© iStock / Tempura

Tierversuche trotz EU-Vorschriften vermeiden.

Wenn die Europäische Chemikalienagentur von Unternehmen Tierversuche einfordert, hilft ihnen das PETA International Science Consortium, die Forderung anzufechten.

Wissenschaftler/-innen von PETA arbeiten im PETA International Science Consortium Ltd., an der Förderung tierfreier Versuchsmethoden. Beispielsweise unterstützen sie Unternehmen dabei, gegen die Forderungen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) nach Tierversuchen vorzugehen.

Wie können Unternehmen gegen Tierversuche vorgehen?

Wenn Firmen Chemikalien in der EU herstellen oder sie in die EU importieren wollen, verlangt die ECHA häufig, dass die Stoffe an Tieren getestet werden. Das Ganze fällt unter die sogenannte REACH-Verordnung. Tierversuche sind grausam und teuer und können auf gefährliche Weise zu irreführenden Ergebnissen führen, die nicht auf den Menschen übertragbar sind. Glücklicherweise können Unternehmen gegen diese Forderung Widerspruch erheben und das Konsortium unterstützt sie dabei.

PETA unterstüzt Unternehmen Tierversuche anzufechten

Das Konsortium reicht in dem Fall eine schriftliche Argumentation gegen die Notwendigkeit von Tierversuchen ein und verteidigt diese Position wenn nötig auch bei den jeweiligen Anhörungen im Hauptsitz der ECHA in Helsinki. Diese Anfechtungen sind inhaltlich sehr unterschiedlich und können sich auf verschiedene Stoffe beziehen – z.B. herkömmliche Chemikalien, Nanomaterialien oder auch kosmetische Inhaltsstoffe.

Das Konsortium arbeitet außerdem mit einem Team von Rechtsberater/-innen zusammen, damit alle rechtlichen, technischen und ethischen Themen um die geforderten Versuche gleichermaßen einbezogen werden können.

Was bewirkt die Anfechtung?

Ist eine Anfechtung erfolgreich, kann das unzähligen Tieren extremes Leid ersparen. So unterstützte das Konsortium im Jahr 2015 beispielsweise CINIC Chemicals Europe bei einem erfolgreichen Widerspruch. Das Unternehmen war ursprünglich aufgefordert worden, Tests an Tieren durchzuführen. Bei den geplanten Tierversuchen wären rund 1300 Tiere während der Schwangerschaft bzw. kurz nach der Geburt mit Chemikalien zwangsgefüttert, dann getötet und seziert worden.

Und selbst wenn ein Widerpsruch keinen Erfolg hat, setzt die Arbeit des Konsortiums ein wichtiges Zeichen. Es erläutert sowohl den jeweiligen Unternehmen als auch der ECHA die ethischen Bedenken hinter Tierversuchen. Gleichzeitig weist das Konsortium auf die verfügbaren tierfreien Testmethoden hin. Zudem fordert es die ECHA auf, künftige Forderungen nach weiteren Tierversuchen nicht leichtfertig zu stellen.

Was ihr tun könnt

Viele Chemikalien, die für Kosmetika, Reinigungsmittel oder andere Haushaltsprodukte genutzt werden, werden an Tieren getestet. Bitte kauft ausschließlich Produkte, für die keine Tierversuche durchgeführt wurden. Informationen findet ihr in der Datenbank von PETA.

Über den Autor

Christopher

Christopher ist promovierter Biologe und Mitglied des PETA International Science Consortium (PISC). Er setzt sich im Bereich der toxikologischen und ökotoxikologischen Chemikalientestung für den Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden ein. Christopher hält es mit Mahatma Gandhi, der sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandelt".

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