Tierversuche

Experimentatoren führen „Kopf-Transplantationen“ á la Frankenstein an Tieren durch

Medienberichten zufolge haben Sergio Canavero, Xiaoping Ren und C-Yoon Kim grausame „Kopf-Transplantations-Experimente“ an Mäusen und Affen durchgeführt, bei denen sie die Köpfe der Tiere abschnitten und anschließend wieder an ihre ursprünglichen Körper oder an die anderer Tiere annähten. Die Tiere waren nach der Transplantation teilweise oder vollständig gelähmt und überlebten nur kurze Zeit.

Abgesehen von der schwerwiegenden ethischen Kritik an solchen Prozeduren kamen Untersuchungen immer wieder zu dem Ergebnis, dass Versuche an Mäusen, Primaten und anderen Tieren fast nie zu effektiven Behandlungsmöglichkeiten für Menschen führen. Gleichzeitig werden Zeit, Geld und andere Ressourcen damit verschwendet.
Nehmen wir beispielsweise die Kopftransplantation: Hier liegt die größte Herausforderung in der wiederherzustellenden Funktion des Rückgrats. Studien über Tierversuche zu Rückenmarksverletzungen zeigen aber, dass Jahrzehnte solcher Tests keinen bedeutenden Fortschritt in der Wiederbelebung der Neuronen im Rückenmark gebracht haben. Was sich auf die grundlegenden Unterschiede zwischen den Spezies zurückzuführen lässt.

Die Experimentatoren gaben vor kurzem Pläne bekannt, die Ergebnisse ihrer grotesken „Kopf-Transplantations-Experimente“ in wissenschaftlichen Fachzeitschriften, darunter auch Surgery und CNS Neuroscience & Therapeutics, zu veröffentlichen.

PETA USA appellierte an die entsprechenden Fachzeitschriften, den Abdruck dieser, aus ethischer und wissenschaftlicher Sicht nicht vertretbaren, Artikel abzulehnen. In dem Schreiben wiesen sie die jeweiligen Redaktionen unter anderem auf Folgendes hin:

„Neben den signifikanten ethischen Bedenken, die diese Praktiken aufkommen lassen und die von einigen der weltweit führenden Ethikern zur Kenntnis genommen wurden, ist es unwahrscheinlich, dass diese Experimente der Menschheit je von Nutzen sein werden. … Diese grausamen und widerwärtigen „Kopf-Transplantations-Experimente“ werden Ihre Fachzeitschrift aus den falschen Gründen ins Rampenlicht rücken. Statt für Experimente an Tieren zu werben, die für den Menschen vermutlich niemals von Nutzen sein werden, bitten wir Sie, von der Veröffentlichung dieser Beiträge abzusehen und Ihre Ressourcen anderweitig einzusetzen.“

Außerdem appelliert PETA USA an die Universitäten, die diese mehr als fragwürdigen Experimente genehmigen, die Versuche einzustellen und ihre Ressourcen lieber einer für den Menschen relevanten Forschung zukommen zu lassen. Es gibt vielversprechende Studien mit In-Vitro Stammzellen oder klinische Forschungen mit menschlichen Patienten.
Diese Methoden haben eine wesentlich höhere Chance, einen wahren Nutzen für den Menschen zu bringen und sind zudem human in der Durchführung.

Tierversuche finden in den unterschiedlichsten Bereichen statt, allen gemein ist, dass sie den Tieren unsagbares Leid verursachen und meist keine übertragbaren Ergebnisse für den Menschen liefern. Werde aktiv gegen Tierversuche!

 

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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