Tierversuche Verschiedenes

Danicas Leiden: Nur ein weiterer Golden Retriever in den Texas-Laboren?

Golden Retriever im Labor

Seit Jahrzehnten steht die Erforschung von Muskelkrankheiten an Golden Retriever für zwei Dinge:

  1. keine nennenswerten Erfolge in der Entwicklung von Therapien oder Medikamenten
  2. unvorstellbares Leid für Golden Retriever, denen sogenannte Forscher die Krankheit „anzüchten“

Danica war einer dieser Hunde.

Somit war ihr Schicksal von Anfang an besiegelt: ein Leben in einem kargen Gehege, geprägt von zunehmender Lähmung und schmerzhaften Eingriffen. Das alles fand an einem Ort statt: der Texas A&M University (TAMU). An dieser Einrichtung litt Danica neben hunderten weiteren Hunden. Ihr Leben und Sterben wurde genauestens in zahlreichen Protokollen und Notizen dokumentiert.

Station 1: Golden Retriever Zucht in North Carolina

Die schwarze Golden Retriever Hündin wurde 2010 in einem Labor der Universität North Carolina geboren. Diese Einrichtung züchtet gezielt Hunde für die Erforschung von Muskeldystrophie. Bei Danica zeigten sich schon früh die verheerenden Symptome der Krankheit. Normalerweise spielen Welpen im Alter von sieben Monaten mit ihren tierischen Freunden und testen ihre Grenzen aus. Ganz anders bei Danica: Zu diesem Zeitpunkt konnte sie bereits nicht mehr gerade sitzen, geschweige denn stehen. Aufgrund der Muskelschwäche konnte sie lediglich mit ausgestreckten Beinen auf ihrem Brustkorb liegen. Ihren Mund konnte sie weder komplett öffnen noch schließen, sodass permanent Speichel herauslief.

Die Protokolle des Labors berichten, dass sie zu dieser Zeit Blut spuckte, nur schwerfällig atmen konnte und bereits an Herz-Rhythmus-Störungen litt. Eine weitere Notiz beschreibt sie als „ungewöhnlich still und essgestört.“ Und ein ausgesprochen trauriges Attest sieht sie nur noch „isoliert in der Ecke des Geheges.“ Diese Bewertungen legen nahe, dass Danicas Leiden bald ein Ende haben sollte…

Dies war jedoch nur der Anfang

Trotz ihres katastrophalen Zustands wurde sie zu Joe Kornegays Labor an der Texas A&M University (TAMU) transportiert, dort wurde sie in weiteren Experimenten gequält. Als Danica fast drei Jahre alt war, wurde sie für eine Untersuchung im MRT anästhesiert. Ihr geschwächtes Herz konnte dieser Behandlung nicht mehr standhalten und ihre Herzfrequenz ging stark zurück. Dennoch überlebte sie diesen Eingriff, verhielt sich allerdings noch schwermütiger und atmete nur noch unter größter Anstrengung.

Ein weiteres Jahr ertrug sie diese Qual, bis sich ihr Gesundheitszustand weiter verschlechterte. In ihrem Magen sammelten sich Flüssigkeiten an. Dieser Zustand führte zu massiver Magenblähung und einem Anschwellen des Herzens. Jede Bewegung war eine reine Tortur für die Hündin.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden Hunde in der Regel von ihrem Leid erlöst und eingeschläfert. Hunde wie Danica sind an der Texas University hingegen nur Mittel zum Zweck – „Gegenstände“, die Ergebnisse für Studien zu liefern haben. Bevor die „Wissenschaftler“ Danica töteten, musste sie noch für Daten aus einem Elektrokardiogramm und einer Kernspintomografie des Herzens herhalten.

Sie ist mit dieser Leidensgeschichte nur eine von hunderten Hunden, die krankgezüchtet und von Joe Kornegay an der TAMU malträtiert wurden. Fünfunddreißig Jahre seiner „Forschung“ haben bis heute keine brauchbare Therapie oder gar Heilung der Muskeldystrophie bei Menschen bewirkt.

Es ist an der Zeit, die Erforschung menschlicher Muskelkrankheiten an Tieren zu beenden. Kein Hund darf so leiden wie Danica oder Buckley. Muskeldystrophie-Patienten verdienen und fordern Forschungsmethoden, die zu den so lange herbeigesehnten Durchbrüchen führen.

Was ihr tun könnt

Unterschreibt unsere Petitionen gegen Tierversuche an der Texas University und an der Tiermedizinischen Hochschule im französischen Alfort. Diese beiden Labore gehören zu den größten Hunde-Laboren und -Züchtern in der Muskeldystrophie-Forschung und sind somit für das Leiden tausender Hunde verantwortlich.

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Über den Autor

Nils

ist Fachreferent gegen Tierversuche bei PETA Deutschland.

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