Tierversuche

Verwundeter, gequälter „Affe“ bei EU-Kommission

Unsere Kollegen von PETA UK übergaben heute der EU-Kommission eine 160.000 Mal unterschriebene Petition, die das Ende grausamer Versuche an nicht-menschlichen Primaten fordert. Als Verstärkung war ein lebensgroßer, verstümmelter „Affe“ dabei. Rund 10.000 Affen werden jährlich innerhalb der EU in Versuchen gequält. Während in der EU-Kommission Primatenversuche noch immer zur Debatte stehen, zeigt die Petition bereits, dass sich mitfühlende EuropäerInnen ein Ende der grausamen Tests wünschen.

Danke!

Über 160.000 Unterschriften wurden von UnterstützerInnen von PETA Deutschland, PETA France, PETA Netherlands und PETA UK unter die Petition gesetzt. (Über 15.000 kamen dabei über die Seite von PETA.de.) Die Übergabe erfolgte nun kurz nach Veröffentlichung eines Gutachtens über Primatenversuche durch die EU-Kommission. Darin werden moderne wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert und grausame, archaische Versuche an nicht-menschlichen Primaten befürwortet. PETAs Petition weist deshalb darauf hin, dass Tests an nicht-menschlichen Primaten regelmäßig Ergebnisse hervorbringen, die nicht auf den Menschen übertragbar sind. Zudem sind derartige Versuche neuen, hochmodernen Forschungstechnologien weit unterlegen und bedeuten Qual und Tod für Tiere, die eingesperrt, unter Medikamente gesetzt, mit tödlichen Krankheiten infiziert und aufgeschnitten werden.

Hintergrund

Aktuelle Regulierungen besagen beispielsweise, dass neue Pharmazeutika an großen Säugetieren getestet werden müssen. Dafür gibt es keinerlei wissenschaftliche Rechtfertigung. Das neue Medikament TGN1412 galt nach Versuchen an Makaken als sicher, nachdem die Tiere eine Dosis erhalten hatten, die 500 Mal höher als die menschliche Dosis war. Trotzdem – und dies verdeutlicht die Problematik – verursachte das Medikament mehrfaches Organversagen und entstellende Verletzungen bei sechs menschlichen Versuchspatienten. Dies ist nur eins von vielen Beispielen, in denen Affenversuche für den Menschen unsichere und irreführende Ergebnisse hervorbrachten.

Es gibt einfach bessere Mittel und Wege, neue Medikamente und Behandlungsmethoden zu entwickeln. Beispielsweise epidemiologische Studien, Forschungsmethoden mit menschlichem Gewebe und Zellen, Leichen, moderne Simulatoren menschlicher Patienten und Computermodelle. Das ist nicht nur effektiver und genauer als Tierversuche, sondern auch ethischer. Europäischer ForscherInnen sollten sich auf diese Methoden konzentrieren und die Finger von archaischen, grausamen Affenversuchen lassen.

Affen einzusperren, sie zu verstümmeln und zu vergiften, ist Sadismus, keine Wissenschaft. Während die EU-Kommission Gesetze zu Tierversuchen überprüft, fordert PETA die Gesetzgeber auf, endlich auf effektive Forschungsmethoden zu setzen. Damit blieben nicht nur sensiblen, intelligenten Primaten immense Qualen erspart, es würde auch medizinische Durchbrüche fördern.

Rund 11,5 Millionen Tiere werden in Europa jedes Jahr in Experimenten gequält. Sie empfinden Angst und Schmerz, genau wie wir. Ihr starker, natürlicher Instinkt ist es, frei zu sein und ihr Leben zu schützen – nicht, in einen kleinen Laborkäfig gesperrt zu sein. Hier erfahrt ihr mehr darüber, wie Tiere in Versuchen leiden und wie ihr ihnen helfen könnt.

 

Über den Autor

Anja

seit 2004 vegan und seit 2007 bei PETA Deutschland, hat sie schon europaweit Kampagnen, Demos und Infostände betreut. Sie freut sich über jeden, der durch seine Entscheidungen die Welt für die Tiere besser macht und liebt P!NK – als Künstlerin und als starke Stimme für Tierrechte.

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