Tierversuche

EU: Erfolg gegen Tierversuche

Entscheidung der Europäischen Bürgerbeauftragten über PETA-Beschwerde wird zum Sieg für in Chemikalientests der EU genutzte Tiere

Offizielle Entscheidung: Es muss mehr getan werden, um grausame Chemikalientests an Tieren in Europa zu minimieren

Mit einer bahnbrechenden Entscheidung, die Millionen von Tieren vor Leid und Tod in Laborexperimenten bewahren könnte, hat die Europäische Bürgerbeauftragte festgelegt, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA)ihre Kompetenz nicht wie von Gesetzeswegen verlangt umfänglich dahingehend nutzt, Tierversuche zu minimieren.

Im Jahr 2011 erfuhr PETA, dass zehntausende Tiere in vermeidbaren Versuchen vergiftet und getötet wurden. Dies entspricht jedoch nicht den Vorgaben von REACH – der Regulation zur Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Restriktion von Chemikalien. REACH besagt, dass Tiere nur als letzte Option genutzt werden dürfen. PETA kontaktierte die ECHA umgehend bezüglich dieser gewissenlosen Verwendung von Tieren und doch scheute sich die ECHA weiterhin vor ihrer Verantwortung, die Nutzung von Tieren zu minimieren.

Wir äußerten unsere Bedenken daraufhin gegenüber der Europäischen Bürgerbeauftragten, der Regierungsbeamtin, die für Beschwerden über Institutionen der EU zuständig ist. Ihre heutige Entscheidung bestätigt unsere Beschwerde und wird enormen Einfluss darauf haben, das Leid von Millionen von Tieren zu verhindern. Ihre Aussage bestätigt zudem die Tatsache, dass die ECHA ihr Mandat nicht umfänglich akzeptiert hat und nicht alle ihr zur Verfügung stehenden Maßnahmen ergriffen hat, Tierversuche zu minimieren.

Schätzungen zufolge werden mehr als 13 Millionen Tiere in Versuchen leiden und sterben, die unter REACH autorisiert wurden. Doch die Rechtsprechung ist klar: Alternative Testmethoden zu Tierversuchen müssen wann immer möglich genutzt werden und Versuche an Tieren müssen ausschließlich als letzte Option durchgeführt werden.

Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Berichte der ECHA aus den Jahren 2011 und 2014 zur Nutzung von Alternativen zu Tierversuchen unter REACH haben gezeigt, dass tausende Tiere in schmerzhaften Haut- und Augentests eingesetzt wurden, die vermeidbar waren. Ebenso Grund zur Besorgnis bieten hunderte von Studien, die ohne die vorherige Vorlage und Genehmigung eines Testvorhabens durchgeführt wurden. Die Bürgerbeauftragte kam außerdem zu dem Ergebnis, dass die Weigerung der ECHA, sicherzustellen, dass sich die Industrie an die Vorgaben zur Nutzung von Tieren als letzte Option hält, einer informellen Abänderung von REACH gleichkommt, ohne zuvor die Europäische Kommission einbezogen zu haben.

Im Zuge der wiederholten Verfehlungen der ECHA haben geschätzte 100.000 Tiere in Versuchen Leid und Tod erfahren, die vermeidbar waren. Es ist zwar zu spät, diese Tiere noch zu retten, aber die ECHA kann nun ihre verheerenden Tötungsraten reduzieren, indem sie ihre Verantwortung annimmt und den Rat der Bürgerbeauftragten umgehend umsetzt. Natürlich werden die Wissenschaftler, die für PETA und unsere internationalen Büros arbeiten, auch weiterhin die Arbeit der ECHA unter die Lupe nehmen und alles in ihrer Macht stehende tun, damit die Veränderungen auch eintreten.

Hier erfahrt Ihr mehr über PETAs wissenschaftliches Engagement gegen Tierversuche.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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