ERFOLG – Hunderte Tiere gerettet, weil Widerspruchskammer PETA International Science Consortium zustimmt
Tierversuche

ERFOLG – Hunderte Tiere gerettet, weil Widerspruchskammer PETA International Science Consortium zustimmt

In dem Tierversuch wären schwangeren Ratten oder Kaninchen hohe Konzentrationen eines kosmetischen Inhaltsstoffes zwangsweise eingeflößt worden.

Die Wissenschaftler/-innen des PETA International Science Consortium Ltd. arbeiten auf ganz unterschiedliche Art und Weise an der Förderung tierfreier Testmethoden. Unter anderem unterstützen sie Unternehmen, die Berufung einlegen, wenn die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) die Durchführung von Tierversuchen fordert. Und hier kann das Konsortium nun einen neuen Erfolg verzeichnen!

Es freut uns sehr, dass die Widerspruchskammer der ECHA eine Entscheidung der Agentur abgelehnt hat, wonach die BASF Personal Care and Nutrition GmbH einen Chemikalientest an hunderten Tieren hätte durchführen müssen. Teil des Tests wäre es gewesen, schwangeren Ratten oder Kaninchen hohe Konzentrationen eines kosmetischen Inhaltsstoffes zwangsweise einzuflößen. Anschließend hätte man die Tiere und ihren ungeborenen Nachwuchs seziert. Das Wissenschaftskonsortium konnte erfolgreich argumentieren, dass die ECHA die Vorgaben der EU-Kosmetikverordnung außer Acht ließ: Diese schreibt Firmen vor, sich zur Sicherheitsprüfung von Kosmetika nicht auf Daten aus Tierversuchen zu verlassen.

Das Konsortium konnte BASF in diesem Widerspruch entscheidend unterstützen. Dr. Julia Baines ist wissenschaftliche Beraterin bei PETA UK und berät auch das Konsortium. Sie sprach sich bei der Anhörung für die Tiere aus und erklärte, dass die Argumentation der ECHA in Bezug auf die geforderten Versuche weder ethisch begründet noch rechtlich wasserdicht war.

Die Widerspruchskammer stimmte dem Konsortium zu und erkannte an, dass die ECHA in der Anwendung der REACH-Verordnung (Regulierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) dazu verpflichtet ist, den Inhalt der Kosmetikverordnung zu berücksichtigen. Die Kammer fügte hinzu, dies außer Acht zu lassen, könne zu einer Situation führen, in der „die Tests keinem Zweck gedient hätten, die erzeugten Kosten unnötig gewesen wären und Tiere unnötigerweise geopfert worden wären“.

Bitte denkt immer daran: Viele Chemikalien, die in Kosmetika, Reinigungsprodukten und anderen Haushaltswaren stecken, wurden an Tieren getestet. In unserer Datenbank für Kosmetik ohne Tierversuche könnt ihr prüfen, welche Produkte tierversuchsfrei sind.

Über den Autor

Christopher

Christopher ist promovierter Biologe und Mitglied des PETA International Science Consortium (PISC). Er setzt sich im Bereich der toxikologischen und ökotoxikologischen Chemikalientestung für den Ersatz von Tierversuchen durch Alternativmethoden ein. Christopher hält es mit Mahatma Gandhi, der sagte: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen,
wie sie die Tiere behandelt".

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