Tierversuche

Dunkelziffer in deutschen Laboren

Der Tierschutzjahresbericht der Stadt Berlin für das Jahr 2014 ist ernüchternd.
Insgesamt 259.779 Tiere mussten für Tierversuche leiden und die meisten am Ende sterben.
Neben 218.000 Mäusen, 21.000 Ratten, 258 Meerschweinchen, 404 Goldhamstern und 1376 Fröschen fielen auch 108 Affen und über 800 Fischen „Forschern“ zum Opfer.

Auch der Berliner Tierschutzbeauftragte Prof. Horst Spielmann ist bestürzt über den unzureichenden Tierschutz der Hauptstadt. Zwar sank die Zahl der „Versuchstiere“, aber nur, weil „kleinere Eingriffe“ nicht mehr als Tierversuche gezählt werden.
Solche und andere „Vorkehrungen“ beschönigen die Statistik, und die allgemeine Bevölkerung wird in dem Glauben gelassen, dass wir uns einer tierversuchsfreien Forschung bereits zugewandt haben.

So erfassen die Statistiken nur die Tiere, die tatsächlich in einem Tierversuch teilnehmen mussten. Dass viele Tiere aber bereits schon vorher aussortiert und getötet werden, weil sie die falsche Farbe, Größe oder sonstige „Mankos“ aufweisen, wissen die meisten nicht und wird auch nicht mit in die Statistik aufgenommen.
In riesigen Massenzuchtanlagen werden Tiere so gezüchtet, dass sie „die gewünschten Merkmale“ aufweisen, um dann an Labore verkauft zu werden. Ratten mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko oder Mäuse, die genetisch so verändert werden, dass sie eine bestimmte Krebsart aufweisen, sind nur zwei Beispiele dafür, wie Tiere für längst überholte Versuche manipuliert und gequält werden. Weisen sie nicht die gewünschten Merkmale auf, werden sie getötet. Die Zahl der Tiere, die diese gewünschten genetischen Veränderungen NICHT aufweisen, wird auf 90-99% geschätzt.
Auch den Transport zu den Laboren überleben viele der Tiere nicht. Und auch in diesem Fall, werden diese Tiere nicht in die Statistik miteinbezogen.
Die Dunkelziffer ist aber noch höher, denn nicht nur bei der Zucht, sondern auch bei der „Vorratshaltung“ werden „überschüssige“ Tiere aussortiert. Die Tiere werden üblicherweise nicht nach Bedarf, sondern im Überschuss „produziert“. Damit jederzeit ein Pool von Tieren mit bestimmten Merkmalen (Alter, Art etc.) „vorrätig“ ist.
Wirbellose Tiere wie Insekten, Schnecken oder Krebse sind bei der Aufzählung noch nicht einmal berücksichtigt. Obwohl es bereits viele Alternativmethoden gibt, müssen Tiere nach wie vor für die unterschiedlichsten Experimente leiden und sterben.

Werde aktiv gegen Tierversuche und hilf uns, das Leiden vieler Tiere zu beenden. Indem du in unserer aktuellen PETA-Challenge teilnimmst, kannst du unsere Arbeit für die Tiere unterstützen.

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen