Tierversuche

Die 5 schlimmsten CEOs für Tiere im Labor

schlimmsten CEOs für Tiere im Labor
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Die schlimmsten CEOs für Tiere im Labor: Pharmaunternehmen, Chemiehersteller, Vertragslaboratorien und auch einige Kosmetikhersteller quälen Millionen von Tieren, die in Laborkäfige eingesperrt sind. Dabei sind einige – was Schmerz und Leid angeht – aber noch schlimmer als andere.

Um den Schlimmsten der Schlimmsten ein Gesicht zu geben, haben wir uns 5 Punkte angeschaut: Wie viele Tiere tötet das Unternehmen? Wo finden die schmerzhaftesten und invasivsten Tests statt? Wer hinkt den Tierschutzvorgaben der Industrie am stärksten hinterher? Wer weigert sich am beharrlichsten, bestehende tierfreie Testmethoden zu nutzen? Und: Wer kann am meisten mit Verstößen gegen das Tierschutzgesetz „punkten“?

Das sind die 5 schlimmsten CEOs für Tiere im Labor

1. John Ratliff, Covance

Boeser Chef
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John Ratliff von Covance verdient in Sachen Tierversuche ganz klar den Titel „Schlimmster CEO“. Covance ist der weltweit größte Züchter von Hunden, die für ein Leben voller Leid und Schmerz im Labor bestimmt sind. Außerdem ist die Firma der größte Importeur von Primaten zu Versuchszwecken in den USA. Covance ist ein Vertragsversuchsunternehmen, das von Medikamenten über Industriechemikalien bis hin zu kosmetischen Inhaltsstoffen einfach alles für seine Klienten testet. Dafür werden Tieren ätzende Chemikalien in die Augen geträufelt und Testsubstanzen auf ihre kahle, aufgeschürfte Haut aufgebracht. Tiere bei Covance mussten in der Vergangenheit auch schon tödliche Giftstoffe schlucken und einatmen und die Experimentatoren lösten Krebs bei Tieren aus.

Covance und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz

In den letzten Jahren wurde Covance mehrfach wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vorgeladen. Affen mussten in einer so kalten Umgebung leben, dass sie Erfrierungen davontrugen. Ein Kaninchen erlitt tödliche Verbrühungen, weil sein Käfig in eine Käfigwaschmaschine eingesetzt wurde, obwohl das Tier noch darinsaß. Eine Hündin verlor innerhalb einer Covance-Studie aufgrund einer implantierten Restriktionsmethode zur Nahrungsmittelaufnahme 30 Prozent ihres Körpergewichts. Trotzdem erhielt sie den Unterlagen zufolge keine medizinische Versorgung gegen diesen starken Gewichtsverlust. Ein dehydrierter Affe hatte tagelang nichts gegessen. Schließlich fand man heraus, dass sein Bein im hinteren Teil des Käfigs feststeckte. Ein weiterer Affe lebte fast acht Monate lang allein in seinem Käfig. Es gab keine Erklärung dafür, warum man diesem Tier den Kontakt zu Artgenossen vorenthielt.

2016 verhing das US-Landwirtschaftsministerium eine Strafe über 31.500 $ gegen Covance, weil 13 Makaken in zwei verschiedenen Vorfällen an Überhitzung gestorben waren. Niemandem war aufgefallen, dass die Thermostate kaputt waren und die Räume deshalb überhitzten.

 

PETA wird auch weiterhin die dreckigen Geheimnisse von Covance aufdecken und das Unternehmen zur Schließung zwingen.

Helft uns dabei, dass Primaten erst gar nicht bei Covance ankommen: Fordert diese Fluglinie auf, keine zu Versuchszwecken bestellten Affen mehr zu transportieren.

2. James C. Foster, Charles River Laboratories

Boeser Chef
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James C. Foster, CEO der Charles River Laboratories, ist ein Garant für Leid und Tod. Die Firma verdient ihr Geld damit, Millionen von Tieren zu züchten und zu verkaufen – von Mäusen bis hin zu Affen. Diese werden dann auf der ganzen Welt in grausamen, invasiven Experimenten gequält. Charles River ist das größte Zuchtunternehmen für Tiere zu Testzwecken und verkauft eines von zwei in Versuchen genutzten Tieren. Das bedeutet, dass das Unternehmen bei der Hälfte aller Tiere, die im Labor Schmerz, Leid und Angst durchleben, seine Hände im Spiel hat. Die Firma ist außerdem der zweitgrößte Importeur nicht-menschlicher Primaten in die USA. Sie bringt tausende Affen ins Land, die ihrer Heimat entrissen oder in schäbigen Affenzuchtbetrieben gezüchtet wurden. Wir haben keine Ahnung, wie Foster nachts noch ruhig schlafen kann.

Keine Schmerzmittelvergabe und weitere gravierende Verstöße

Charles River führt auch für Firmen, die Industriechemikalien, Pestizide, Lebensmittelzusätze und Pharmazeutika herstellen, schmerzhafte Versuche an Tieren durch. Dabei werden die Tiere mit den Testsubstanzen zwangsgefüttert, man schmiert ihnen Chemikalien auf die rasierte Haut oder zwingt sie, giftige Substanzen einzuatmen. Als Konsequenz bekommen die Tiere z.B. Unterleibsschmerzen, Durchfall, Krämpfe, Krampfanfälle, Lähmungen, Blutungen aus Nase, Mund oder Genitalien. Schlussendlich sterben sie oder werden getötet.

Die Auflistung aller Tierschutzverstöße von Charles River liest sich wie eine Anklageschrift: Unzureichende medizinische Versorgung, keine Schmerzmittelvergabe an leidende Tiere, hohes Vorkommen an Fußverletzungen bei Hunden aufgrund unzureichender Unterbringung, Tod eines Hundes verursacht durch schlampige Operationsmethoden, keine Nachforschungen hinsichtlich tierfreier Alternativen zu leidverursachenden Tierversuchen.

Kaninchen mit bis zu 11 cm langen Hautabschürfungen wurden nicht tierärztlich versorgt. Affen verletzten sich ihre Finger unter der Aufsicht unqualifizierter Mitarbeiter so stark, dass sie teils amputiert werden mussten. In einem Betrieb von Charles River in Nevada führte ein unbemerkt gebliebenes kaputtes Thermostat dazu, dass 32 Affen bei lebendigem Leib in einem „Backofen“ festsaßen.

 

PETA fordert die Charles River Laboratories immer wieder auf, die Tierquälerei sein zu lassen. Doch das Unternehmen setzt eindeutig auf Profit anstatt auf Fortschritt und Mitgefühl. 

Ihr wollt nicht, dass Primaten im Labor landen? Dann fordert Air France auf, die grausame Industrie nicht weiter durch den Transport der Tiere zu unterstützen.

3. Edison Liu, The Jackson Laboratory

The Jackson Laboratory (JAX) züchtet Mäuse, experimentiert an ihnen und verkauft sie an andere Laboratorien – Millionen jedes Jahr. JAX führt Genmanipulationen an den Mäusen durch, damit sie später Krebstumore entwickeln, fettleibig werden, ein schlechtes Immunsystem haben, extrem ängstlich oder depressiv sind oder lähmende und andere Krankheiten entwickeln. JAX hat auch schon Mäuse gezüchtet, die Lähmungen an einem oder mehreren Gliedmaßen aufwiesen.

Was JAX den Tieren antut – auch im Namen von Universitäten oder anderen Unternehmen – würde ganz klar gegen Tierschutzgesetze verstoßen, fände dieser Missbrauch außerhalb der Labormauern statt.

Grausame Tests an Mäusen

Tieren wurden riesige Mengen an Testsubstanzen verabreicht. Um ihr Gedächtnis zu testen, mussten Mäuse in trübem Wasser schwimmen und eine versteckte Plattform finden, um nicht zu ertrinken. Andere Mäuse mussten Schmerzreflextests über sich ergehen lassen: Sie wurden auf eine 55 Grad heiße Platte gesetzt, damit die Experimentatoren dokumentieren konnten, wann die Tiere auf die Hitze reagierten.

3 Millionen Mäuse kaufen andere Einrichtungen jedes Jahr bei JAX. Diese Tiere wurden in der Vergangenheit beispielsweise drogensüchtig gemacht, um dann die Entzugserscheinungen zu beobachten – sie schüttelten ihren Kopf, zitterten an Körper und Pfoten oder wanden sich. Auch schwere Verbrennungen und wiederholte Elektroschocks mussten sie durchleiden. Die Experimentatoren lösten bei den von JAX erworbenen Mäusen Schlaganfälle, Krämpfe und Rückenmarksschäden aus.

 

Maus Tierversuche

4. Thomas Rowell, Primate Products, Inc. (PPI)

Der Name von Rowells Unternehmen sagt eigentlich alles. PPI behandelt nicht-menschliche Primaten, die in dem Betrieb eingesperrt werden, wie Produkte – Produkte, die man kaufen, verkaufen und körperlich und seelisch missbrauchen kann. Das Unternehmen importiert Affen aus Südostasien und Afrika, lagert sie auf einem heruntergekommenen Gelände in Hendry County, Florida, und verkauft sie an Laboratorien. Diese führen dann grausame und tödliche Experimente an den Tieren durch.

Augenzeugenermittlung zeigten schockierende Aufnahmen

Im Jahr 2015 gelangte PETA USA durch eine Augenzeugenermittlung an schockierende Aufnahmen: Mitarbeiter von PPI zerrten völlig verängstigten Affen an ihrem sensiblen Schwanz, rissen die Tiere von Gittern los und schleuderten sie in Netze. Als das innere Gewebe der Affen aus ihrem Anus hervortrat – wohl verursacht durch den Stress –, drückten es die Mitarbeiter einfach wieder zurück in den Körper der Tiere. Ein Affe riss sich ständig das Fell aus; er war über fünf Monate lang in einem Käfig mit Artgenossen untergebracht, die ihn immer wieder angriffen. Affen mit schmerzhaften Verletzungen, z.B. freiliegenden Knochen, wurden tagelang nicht medizinisch versorgt.

PETAs Augenzeugenermittlung führte dazu, dass die Bundesbehörden die Einrichtung wegen über zwei Duzend Verstößen gegen Tierschutzgesetze vorluden. Unter anderem ging es um unzureichende medizinische Versorgung, Vernachlässigung, gewaltsamen Umgang, unsichere und unhygienische Bedingungen und um den fehlenden effektiven Umgang mit dem psychologischen Leid von Affen.

 

5. Takeshi KC Yamakawa, Shin Nippon Biomedical Laboratories USA

Takeshi Yamakawa ist CEO bei Shin Nippon Biomedical Laboratories (SNBL) USA, Ltd.. Dabei handelt es sich um ein Vertragslabor, in dem jedes Jahr zehntausende Primaten, Hunde, Kaninchen und andere Tiere gequält werden, um für andere Unternehmen Produkte zu testen. SNBL importiert zudem hunderte Primaten pro Jahr in die USA.

Bereits mehrere Insider von SNBL haben PETA kontaktiert, um entsetzliche Bedingungen und Tiermissbrauch zu melden. Ein Informant, der jahrelang bei SNBL gearbeitet hatte, legte Bilder und Videos von kranken und verletzten Affen vor. Die Tiere litten unsagbar unter den grausamen, invasiven Experimenten. Zuvor hatte ein Informant aufgedeckt, dass ein Affe an Verbrühungen verstarb, nachdem sein Käfig – versehentlich inklusive Affe – in eine Käfigwaschvorrichtung gegeben worden war.

SNBL - Tierquälerei und Vernachlässigung

Auch staatliche Inspekteure stießen bei SNBL auf Tierquälerei und Vernachlässigung. Eine Inspektion des US-Landwirtschaftsministeriums und entsprechende Ermittlungsberichte legen hunderte Verstöße gegen das Tierschutzgesetz dar.

Die Verstöße haben gezeigt, dass leidende Tiere bei SNBL nicht sicher und angemessen untergebracht waren, dass sie nicht medizinisch versorgt wurden oder Schmerzmedikamente erhielten. Innerhalb eines Zeitraums von drei Wochen starben 20 Affen an „extremem Gewichtsverlust“ und „Kräfteverfall“. Eine Affendame wurde so krank, dass sie während eines Experiments 32 Prozent ihres Körpergewichts in 25 Tagen verlor. In der siebten Woche eines Chemikalientests war sie so krank, dass sie keinen Appetit mehr hatte. Sie wurden lethargisch und war dehydriert, litt an Durchfall und hatte infizierte Wunden an Körper und Schwanz. Nach drei schrecklichen Monaten erlöste man sie schließlich von ihrem Leid und schläferte sie ein. Einem USDA-Bericht aus dem Jahr 2011 zufolge waren 78 % der Affen bei SNBL einzeln untergebracht. Das stellt einen Verstoß gegen Bundesgesetze dar. Diese Tiere haben nie Gelegenheit, andere Affen zu berühren oder anderweitig mit ihnen zu interagieren. Das löst bei Affen so starken Stress aus, dass sie abnormale Verhaltensweisen zeigen, sich z.B. selbst verstümmeln, ständig hin und her wiegen oder sich die Haare ausreißen.

Im Herbst 2016 wurde SNBL vom USDA mit einem Prozess am Verwaltungsgericht abgestraft, weil für den Zeitraum von 2011 bis 2016 duzende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vorlagen. All diese Verstöße haben unermessliches Tierleid und den Tod vieler Tiere verursacht. 25 Affen starben an den Folgen von Dehydrierung – als sie aus Kambodscha in Houston ankamen, wurden sie nicht medizinisch versorgt, sondern auf die nächste, hunderte Kilometer lange Reise geschickt.

Das USDA legte den Rechtsstreit mit SNBL gegen eine Zahlung von 185.000 $ bei - Peanuts für diesen internationalen Tierausbeuter.

 

Affe Tierversuche

SNBL fällt selbst in dieser tierquälerischen Industrie besonders negativ auf. PETA wird die National Institutes of Health deshalb auch weiterhin dazu 

drängen, dem Unternehmen die Genehmigung zum Erhalt staatlicher Verträge zu entziehen.

Helft uns, Primaten von SNBL fernzuhalten: Fordert diese Fluglinien auf, keine Tiere mehr zu transportieren, denen ein qualvolles Leben im Labor bevorsteht.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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