Tierversuche

Botox: Das Leiden der Tiere für die „Schönheit“ des Menschen

Schönheit und ewige Jugend – das verspricht das weltweit heiß begehrte Nervengift Botulinumtoxin, kurz Botox. Alleine in Deutschland lassen sich die Menschen etwa eine Million Mal das Bakteriengift in die Gesichtsmuskeln spritzen. Diese werden gelähmt und dadurch die darüber liegenden Falten geglättet. Doch nach wenigen Monaten hat der Körper die zerstörten Nervenendigungen wieder nachgebildet und die Wirkung lässt nach. Dann muss erneut zum derzeit stärksten uns bekannten Gift gegriffen werden, von dem schon der Bruchteil eines Milligramms ausreichen würde, um einen Menschen zu töten.

Über 600.000 Mäuse sterben pro Jahr für Botox

Den Preis für diese sehr fragwürdige Verschönerung unserer Haut zahlen – wie so oft – die Tiere. Jede einzelne Charge (Produktionseinheit) muss getestet werden. Somit sterben über 600.000 Mäuse pro Jahr einen qualvollen Erstickungstod für Botox. Das Gift wird ihnen in die Bauchhöhle gespritzt, dadurch erleiden sie Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot und ersticken bei vollem Bewusstsein. Ihr Todeskampf kann sich über Stunden und Tage hinziehen.

Aufgrund der Gefährlichkeit von Botox schreibt die EU diese grausamen Tierversuche vor. Jede einzelne Charge (Produktionseinheit) des Nervengifts muss vor ihrer Verwendung an Mäusen getestet werden. Zwar gilt seit März 2013 ein absolutes Verbot von Tierversuchen für Kosmetika in der EU und auch der Verkauf von neu an Tieren getesteten Produkten ist nicht mehr erlaubt, jedoch wird dieses Gesetz umgangen, da einige Botox-Produkte als Medikamente zugelassen wurden und somit weiterhin grausame Experimente dafür durchgeführt werden dürfen.

Tierfreie Testmethoden sind zuverlässiger, schneller und preisgünstiger

Es gibt bereits verschiedene tierfreie Methoden, die als Alternativen zur Testung der Chargen akzeptiert wurden und die sich auch als deutlich zuverlässiger, schneller und preisgünstiger erwiesen haben. Jedoch gilt diese Zulassung nur für die jeweilige Firma, die das Verfahren entwickelt und validiert hat, und nicht für andere Botox-Hersteller. Der weltweite Marktführer Allergan beispielsweise hat einen Zelltest entwickelt, der die zuvor durchgeführten Tierversuche fast vollständig ersetzen soll, sobald er von den Behörden der einzelnen Länder anerkannt wird. Andere große Firmen hingegen, die ihre Produkte auch in Deutschland vermarkten, quälen und töten weiterhin jährlich hundertausende Tiere nur für Menschen, die keine Falte in ihrem Gesicht ertragen können und krampfhaft der ewigen Jugend nachjagen. Dazu gehören unter anderem Ipsen Pharma, Galderma und der Frankfurter Hersteller Merz.

Bitte helft mit Druck auf die uneinsichtigen Firmen auszuüben und fordert diese Anbieter auf, die Entwicklung von Alternativmethoden zu fördern und Tierversuche für Botox ein für alle Mal einzustellen!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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