Tierversuche

Bio-Studium? So geht Studieren ohne Tierversuche

In vielen Studiengängen sind Tierversuche oder sogenannte „Lehrveranstaltungen mit Tierverbrauch“ (also bereits getötete Tiere) fester Bestandteil. Ob Human- oder Veterinärmedizin, Pharmazie oder Biologie – die Studierenden müssen häufig Mäuse, Fische oder Insekten sezieren, nur weil es der Lehrplan so vorsieht.

Dabei sind diese Versuche nicht nur unmoralisch. Sie sind auch aus wissenschaftlicher Sicht unnötig. Die Tiere erleiden Schmerzen und müssen womöglich ihr Leben lassen, damit Ergebnisse „erforscht“ werden, die lange bekannt sind und schon in Lehrbüchern stehen. Viele Studierenden lehnen die Versuche aus moralischen oder ethischen Gründen entschieden ab. Dies bringt sie jedoch in eine Zwickmühle:

„Möchte ich mein Traum-Studium weiterführen und dafür zwangsweise am Sezieren und Töten teilnehmen – oder beende ich schweren Herzens das Studium, weil ich die Teilnahme an der Prüfungsleistung nicht über’s Herz bringe?“

Wusstet ihr, dass man auf Antrag von solchen Lehrveranstaltungen befreit werden kann?

In vier Bundesländern Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Saarland sieht das Hochschulgesetz eine Befreiungsmöglichkeit im Einzelfall vor. Alternative Veranstaltungen werden angeboten, damit das Studium in der geplanten Zeit absolviert werden kann.

Wenn ihr in einem der genannten Bundesländer Biologie studiert und euer Lehrplan eine Sektion im Rahmen des Moduls „Tierphysiologie“ vorsieht, könnt ihr eines der folgenden Antrags-Muster nutzen um euch von der Veranstaltung befreien zu lassen. Ihr erhaltet den Schein nach einer alternativen und tierfreien Prüfungsleistung trotzdem. Richtet den Antrag am besten mehrere Wochen vor Beginn der Veranstaltung an den jeweiligen Prüfungsausschuss. So ist genug Zeit um über eure Befreiung zu entscheiden.

Eine Studierende aus Köln wurde vor wenigen Wochen mit Hilfe dieses Antrags von einer Sektion im Rahmen ihres Zoologie-Praktikums befreit.

Studieren ohne Tierversuche

Dass Studieren auch ganz ohne Tierversuche geht, zeigen einige Universitäten und gehen mit gutem Beispiel voran. Die medizinische Fakultät an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg sieht keine Tierversuche vor. Auch das Zoologie-Praktikum an der Uni Mainz, welches im Rahmen des Biologie-Studiums verpflichtend ist, kommt ganz ohne Tiere aus.

Bereits im Oktober 2016 haben wir in Bremen 56.900 Unterschriften für ein tierleidfreies Studium an einen Vertreter der Kultusministerkonferenz überreichen dürfen.

Erfahrt mehr über Tierversuche in der Lehre auf unsere Website. Ladet euch unsere Broschüre „Kein Sezieren an Schulen und Universitäten“ herunter oder meldet euch bei uns unter tierfrei-studieren@peta.de. Unterschreibt die Petition dieser Studentin, die sich gegen Tierversuche an der Universität zu Köln einsetzt!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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