Volkswagen entschuldigt sich für die grausamen Abgastests an Affen
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Tierversuche: VW entschuldigt sich für die grausamen Abgastests an Affen

Tierversuche an Affen für Volkswagen Abgastests

„Der Volkswagen Konzern distanziert sich klar von allen Formen der Tierquälerei. Tierversuche widersprechen unseren eigenen ethischen Standards.” Das schrieb ein Repräsentant des deutschen Autoherstellers Volkswagen PETA am vergangenen Samstag. Zuvor war bekannt geworden, dass das Unternehmen grauenvolle Tierversuche an Affen durchgeführt hatte, um die vorgeschriebenen Umweltstandards zu erfüllen.

PETA kontaktierte umgehend den CEO des Unternehmens. Denn ein Bericht aus der New York Times hatte enthüllt, dass man 10 Makaken vier Stunden lang in luftdichte Kammern gesperrt und sie gezwungen hatte, Dieselabgase einzuatmen. Bei den Abgasen handelte es sich um die eines neuen VW-Beetle sowie die eines anderen Fahrzeugs. Nach diesem Missbrauch entfernten die Experimentatoren den Affen Lungengewebe, um es auf Entzündungen hin zu prüfen. Es bleibt unklar, was nach den Versuchen mit den Affen geschah. 

Tierfreie Inhalationstests? Tiiief durchatmen!

PETA fordert ein dauerhaftes Verbot aller Tierversuche von Volkswagen und anderen Autoherstellern

Volkswagen gab die Experimente in Auftrag, nachdem die Weltgesundheitsorganisation Dieselabgase als karzinogen eingestuft hatte. Ausgeführt wurden die Tests 2014 im berüchtigten Lovelace Respiratory Research Institute (LRRI) in Albuquerque, New Mexico. Sie waren „absichtlich manipuliert”, damit der Beetle „künstlich niedrige Emissionen“ produzieren würde. Volkswagen hat mittlerweile eingestanden, die Emissionstestdaten manipuliert zu haben.

Monkey being held by the NIH for experimentation.

LRRI ist bekannt dafür, Tiere einzusperren, sie zu vernachlässigen und zu missbrauchen.

Als bei einem Affen im LRRI Komplikationen auftraten und er aufhörte zu essen, rief man nicht den zuständigen Tierarzt. Das Tier starb schließlich in seinem Gehege. In einem anderen Fall starb ein anästhesierter Hund durch überhöhten Lungendruck: Ein Gerät zur Messung der Lungenfunktion war nicht richtig eingesetzt worden. LRRI geriet außerdem unter Beschuss, nachdem sechs Meerschweinchen erstickt waren, weil man sie für den Transport in einem winzigen Gehege zusammengepfercht hatte.

2011 wurde LRRI wegen sechs Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vorgeladen. Es ging dabei unter anderem um einen Affen, der sich in einem Experimentiermantel verfing und sich strangulierte, sowie um den Ausbruch eines Affenjungen. LRRI musste 21.750 Dollar Strafe bezahlen.

Die New York Times berichtete nach PETAs Kontaktaufnahme zu Volkswagen erneut über das Thema. Das Unternehmen gab in diesem Bericht an, die Versuche seien falsch gewesen und es entschuldigte sich für „das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner“.

Helft uns, Tiere vor grausamen Versuchen zu bewahren

Während Volkswagen seine Schuld eingeräumt hat, befinden sich viele Experimentatoren und Experimentatorinnen noch immer im geistigen Mittelalter. Sie behandeln fühlende Lebewesen wie Laborequipment und verhindern damit wissenschaftlichen Fortschritt.

So werden an der Texas A&M University Hunde gezielt darauf gezüchtet, Muskeldystrophie zu entwickeln. Dann führt man schmerzhafte Experimente an ihnen durch. Bitte unterschreibe auch hier die Petition unserer Kollegen von PETA USA.

Vielen Dank!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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