Südafrika: Großwildjäger wird erschossen, während er auf Löwen schießt
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Südafrika: Großwildjäger wird erschossen, während er auf Löwen schießt

Großwildjäger Pero Jelinić
© iStock.com / MaggyMeyer / Facebook / Pero Jelinić

Unter bislang ungeklärten Umständen wurde ein kroatischer Großwildjäger in Südafrika, beim Versuch zwei Löwen zu töten, erschossen. Nach Plan des Jägers hätten eigentlich zwei Löwen Opfer dieser Jagd werden sollen. Denn der Mann hatte angeblich schon „alles gejagt, was man in Europa jagen kann“. Deshalb trieb ihn seine Mordlust nun auf einen anderen Kontinent, um auch dort Tiere kaltblütig zu erschießen.

Löwen werden eingesperrt und erschossen

Die Löwen, die er jagen wollte, wurden auf einer Jagdfarm gefangen gehalten. In diesen Betrieben wird das sogenannte „canned hunting“ (deutsch meist „Gatterjagd“) praktiziert. Die Tiere werden in ein Gehege gebracht, aus dem sie nicht entkommen können, um es dem Jäger einfacher zu machen. So kann im Grunde jeder für Geld Wildtiere erschießen und die „Trophäen“ Zuhause präsentieren. Die Tiere haben keine Chance. Wo sie nicht in Gehegen gejagt werden, kommt es zudem häufig vor, dass die Tiere durch Schüsse nur verletzt werden und sich stunden- oder gar tagelang durch die Wildnis schleppen. Dies geschah etwa mit dem berühmten Löwen Cecil.

Auf Trophäenjagd gehen häufig Menschen aus Europa oder den USA, die in ihren Heimatländern jagen und sich nun auch mit exotischen Tieren brüsten wollen. Schätzungsweise 50.000 Deutsche reisen jährlich zur Großwildjagd ins Ausland. Und obwohl das Töten eines Tieres ohne „vernünftigen Grund“ nach deutschem Recht verboten ist, erlaubt die Bundesregierung die Einfuhr von Jagdtrophäen wie Stoßzähnen, Fellen und präparierten Körperteilen.

Wer profitiert?

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass es nicht die lokale Bevölkerung ist, die wirklich von solchen Jagden profitiert. Der überwiegende Großteil der horrenden Summen landet bei Jagdfarmbesitzern und Reiseveranstaltern. Und auch der Artenschutz leidet enorm unter der Großwildjagd. Eine Studie zur Löwenjagd in Tansania ergab, dass die legale Trophäenjagd Hauptverursacher für den Rückgang der Population ist – von allen illegalen Machenschaften einmal ganz abgesehen.

Macht euch für die Löwen stark!

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Bitte unternehmt etwas gegen diese nutzlose Tierquälerei. Fordert das Bundesamt für Naturschutz auf, ein Importverbot für Jagdtrophäen zu erlassen. Und solltet ihr im Urlaub, beispielsweise in Südafrika, auf das Angebot stoßen, Löwenbabys zu streicheln – lehnt ab! Denn häufig sind es genau diese Babys, die später in der Gatterjagd enden.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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