Deshalb ist der Koalitionsvertrag ein RÜCKSCHRITT für den Tierschutz
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Deshalb ist der Koalitionsvertrag ein RÜCKSCHRITT für den Tierschutz

Regierung Groko
© pixabay & Dollar Photo Club / Vera Kuttelvaserova

Der Koalitionsvertrag 2018 bedeutet nicht nur Stillstand im Tierschutz, sondern Rückschritt. Viele „christliche“ Bundestagsabgeordnete profitieren persönlich von Tierausbeutung, etwa weil sie selbst Landwirte sind. Diese Interessen haben sie zusammen mit den mächtigen Lobbyverbänden vom Bauern- und Jagdverband auf ganzer Linie durchgesetzt.

4 Beispiele dafür:

  1. Wir wollen einen Bestandsschutz genehmigter Tierhaltungsanlagen bei Modernisierungsmaßnahmen zu Tierwohlzwecken.“ (Seite 86)
    Das heißt nichts anderes, als dass sogar Haltungssysteme, die als tierquälerisch identifiziert sind, weiter fortgeführt werden dürfen. So leiden beispielsweise rund 30% aller Kühe in Deutschland in lebenslanger Anbindehaltung. Eine unvorstellbare Tierquälerei. „Dank“ der GroKo wird sich daran nichts ändern.
  2. Wir werden die Kommission auffordern, den Schutzstatus des Wolfs abhängig von seinem Erhaltungszustand zu überprüfen, um die notwendige Bestandsreduktion herbeiführen zu können. Unabhängig davon wird der Bund mit den Ländern einen geeigneten Kriterien- und Maßnahmenkatalog zur Entnahme von Wölfen entwickeln.“ (Seite 88)
    Rund 150 erwachsene Wölfe leben wieder in Deutschland. In einem unfassbaren Kniefall vor den Bauern- und Jagdlobbyisten will die GroKo selbst diese wenigen Tiere noch bejagen lassen. Nur damit die Jäger ihren Spaß und die Bauern ihre Profite haben können.
  3. Die intensiven Bemühungen zur Erforschung und Anwendung von Ersatzmethoden für Tierversuche wollen wir fortführen.“ (S. 86)
    Etwa drei Millionen Tiere werden jedes Jahr für Tierversuche zu Tode gequält. Dass sich daran nichts ändert, dafür sorgt die GroKo mit Wischi-Waschi-Aussagen, hier in Form von „Bemühungen“. Konkrete Maßnahmen: Fehlanzeige.
  4. Wir wollen Einbrüche in Tierställe als Straftatbestand effektiv ahnden“ (S. 87)
    Aha, Nicht die Menschen, die Tiere quälen, sollen bestraft werden, sondern diejenigen, die die Tierquälerei aufdecken. In den Ställen etlicher Politiker im Bundestag und in den Landtagen wurden schlimme Zustände entdeckt. Sie wollen künftig ihre Tiere ungestört quälen.  

Schweinemast Groko

Weiterhin Totalverweigerung beim Tierschutz

  • Verbot der qualvollen Kohlendioxid-Betäubung in Schlachthöfen: Fehlanzeige
  • Kükentöten beenden: Frühestens in 2 Jahren, wenn überhaupt, es wurde schon mehrfach konkret versprochen.
  • Verbot von Reptilienbörsen: Fehlanzeige (obwohl es schon 2013 im GroKo-Vertrag vorgesehen war)
  • Importverbot für wildgefangene Tiere für den Heimtiermarkt: Fehlanzeige (obwohl es schon 2013 im GroKo-Vertrag vorgesehen war)
  • Wildtierverbot im Zirkus: Fehlanzeige
  • Importverbot von Jagdtrophäen wenigstens für geschützte Tiere: Fehlanzeige
  • Verbot des schmerzhaften Schenkelbrandes bei Pferden: Fehlanzeige

Was du tun kannst

  • Bitte gibt dem Tierschutz bei der nächsten Wahl höchste Priorität
  • Fordere den Bundestagsabgeordneten deines Wahlkreises auf, sich für den Tierschutz einzusetzen

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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