Haustiere Schlagzeilen

Infizierte Ratte tötet Jungen – Familie bringt Zoohändler PETCO vor Gericht

Eine Familie fordert Gerechtigkeit: Durch PETCOS grobe Fahrlässigkeit soll ihr Sohn Aidan gestorben sein.

Der 10-jährige Aidan Pankey starb im Jahr 2013, nachdem er sich bei einer Ratte mit dem sogenannten Rattenbissfieber (RBF) angesteckt hatte. Seine Großmutter hatte das Tier bei PETCO gekauft. Das amerikanische Zoofachhandelsriese ist bereits unzähliche Male negativ aufgefallen und die Schlagzeilen geraten.

RBF ist schwer zu diagnostizieren. Bleibt es unbehandelt, kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen, z.B. Herzproblemen, Gelenkbeschwerden, Meningitis, Lungenentzündung, Blutvergiftung oder auch – wie in Aidans Fall – zum Tod. Der Errger heißt Streptobacillus moniliformis.

Quelle: Twitter-Kanal von FOX 5 San Diego

PETCO kennt das Risiko, das von RBF ausgeht. Auch ist bekannt, dass sich Kunden bereits in der Vergangenheit damit angesteckt haben.

In den Jahren vor Aidans Tod gab es 16 Berichte über Erwachsene und Kinder, die sich bei Tiere ansteckten, die sie bei PETCO gekauft hatten!

Ein tierfreundlicher Rattenverkauf bei PETCO ist schlicht unmöglich!

Es ist nicht möglich, RBF unter den bei PETCO verkauften Ratten zu verhindern. Der firmeneigene Experte für ansteckende Krankheiten sagte aus, er würde den Menschen davon abraten, sich Ratten als tierische Begleiter zu halten, da die Krankheit potenziell vorkommen könne. Und doch verkauft PETCO die Tiere auch weiterhin. Doch das war noch nicht alles:

PETCO wusste sogar, dass die Ratten seines Zulieferers positiv auf PBF getestet waren.

In den fünf Monaten vor dem Tag, an dem Familie Pankey eine Ratte kaufte, wurden 56 Ratten bei Barney’s Pets positiv auf RBF getestet. Dieses Unternehmen belieferte PETCO mit der infizierten Ratte. PETCO testet die Ratten vor dem Verkauf nicht – wohl, weil die Kosten dafür den Profit, den das Unternehmen aus dem Verkauf dieser intelligenten, sensiblen Tiere (oft als „Schlangenfutter“) schlägt, übersteigen würden.

Fünf Augenzeugen-Ermittlungen bei Tierhändlern aus PETCOS Zuliefererkette haben wiederholt gezeigt, dass die Tiere unter verdreckten, missbräuchlichen Bedingungen gehalten werden.

Die bei PETCO verkauften Tiere stammen aus riesigen Zuchtfabriken (wenn es sich nicht um Wildfänge handelt). Es ist als kein Wunder, dass bei Barney’s infizierte Ratten gehalten und verkauft wurden. PETCOS Anwältin gab an, es sei unmöglich, Ratten für die Heimtierindustrie unter Bedingungen zu züchten, die steril genug wären, dass sich RBF nicht ausbreiten könne. Dennoch macht PETCO es weiter! Unfassbar!

Schon einmal ermittelte ein Augenzeuge von PETA bei einem damaligen Zulieferer von PETCO, Holmes Farm. Er dokumentierte, dass tausende Tiere in Plastikwannen in Regalsystemen gehalten wurden.

Der Augenzeuge sah nie, dass ein Tier in dem Betrieb medizinisch versorgt wurde – und das, obwohl er den Manager mehrfach auf offensichtlich kranke und verletzte Tiere hinwies. Stattdessen pferchten Mitarbeiter duzende Tiere auf einmal – von Ratten über Rennmäuse bis hin zu Meerschweinchen und einem Kaninchen – in eine mit Ausscheidungen verschmierte Kühlbox. Darin wurden die Tiere auf grausame Weise mit Kohlendioxid vergast. Ihre Schreie konnte man durch den ganzen Raum hinweg hören.

Auch ein Großhändler, der Tiere an verschiedene PETCO-Läden verkaufte, wurde untersucht – Sun Pet Ltd. Video- und Fotoaufnahmen des PETA-Augenzeugen zeigen das unglaubliche Leid hunderter Vögel, Kaninchen, Meerschweinchen, Rennmäuse, Mäuse und Ratten in Sun Pet’s riesigen Lagerhallen. Der Augenzeuge war über drei Monate dort angestellt. In dieser Zeit sah er keinen einzigen Vertreter von Petco oder einem anderen Unternehmen den Betrieb inspizieren.

Die Tiere mussten unter extrem beengten Bedingungen leben und so an ein und demselben Ort essen, schlafen und sich erleichtern. Außerdem dokumentierte PETAs Beobachter, wie Tiere auf gewaltsame Weise getötet wurden. Auch der Umgang mit den lebenden Tieren war häufig pure Tierquälerei. Ein Mitarbeiter verpackte lebende Hamster und schlug sie gegen einen Tisch.

Was du tun kannst

  • Kaufe niemals ein Tier in einem Laden, denn auch in Deutschland geht es den Tieren NICHT besser!
  • Solltest du die Möglichkeit haben, einem Tier ein liebevolles Zuhause zu geben, adoptiere deinen tierischen Freund immer aus dem Tierheim und gib einem heimtalosen Tier eine Chance!
  • Informiere dich über die Zustände im deutschen Zoohandel und wie auch Reptilien leiden müssen. Informiere dein Umfeld darüber! Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto besser!
  • Tu den Tieren einen Gefallen und kaufe nur in Geschäften ein, die keine lebenden Tiere verkaufen.

 

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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