Wie viele Hunde müssen im Iditarod-Rennen noch sterben?
Haustiere Unterhaltung

Wie viele Hunde müssen im Iditarod-Rennen noch sterben?

Hund angekettet fuer Iditarod-Rennen
© CCI Entertainment Ltd

Es sind gute Nachrichten für all die Hunde, deren Leben jedes Jahr aufs Neue auf und abseits der Strecken des Iditarod aufs Spiel gesetzt wird: Die Zukunft des Rennens ist in Gefahr. Ein Berater verfasste einen geheimen Bericht für den Vorstand der Veranstaltung. Demnach könnte das Iditarod in nicht allzu ferner Zukunft ein Ende finden, da die Unterstützung sowohl für die Teilnehmer als auch die Sponsoren abnimmt.  

Für die mindestens 150 Hunde, die dem Rennen bereits zum Opfer fielen, ist es zu spät.

150. toter Hund beim berüchtigten Hundeschlittenrennen Iditarod

Zu ihnen gehörte auch Flash, der während des letztjährigen Rennens an seinem eigenen Erbrochenen erstickte. Oder Shilling, dessen Tod scheinbar Folge überschüssiger Flüssigkeit eines „großen Lungenödems“ war.

Doch dass Hunde während des Rennens sterben, ist nur die Spitze des Eisbergs dieser Ausbeutung. Wenn sie gerade keinen Schlitten ziehen, leben sie in einer Welt, die auf die Länge einer Kette begrenzt ist. Man hält sie wie ein Stück Inventar angebunden auf dreckigen Feldern, Reihe um Reihe. Die Hunde bellen, jaulen und rennen in ständigen Kreisen um ihre heruntergekommenen „Hütten“ oder Plastiktonnen. Diese Unterschlupfe sind ihr einziger Schutz vor den Elementen. Sie leben umgeben von ihren eigenen, stinkenden Ausscheidungen. Nie haben sie die Möglichkeit, mit anderen Hunden zu spielen oder sich zu sozialisieren – vom Leben in einer liebenden Familie ganz abgesehen.

Hunde fuer Iditarod-Rennen eingesperrt
© CCI Entertainment Ltd

Die „Musher“ wollen Gewinnerhunde. Wenn ein Hund aber keine 100 Meilen pro Tag schafft, wird er vielleicht einfach wie ein Stück defekte Ausrüstung abgestoßen. Der ehemalige Iditarod-Gewinner Joe Runyan drückte es so aus: „Diejenigen, die einfach keine Leistung bringen, müssen eliminiert werden.“ Die erfahrene Musherin Zoya DeNure sagte erst kürzlich, es seien wohl „viele hundert Hunde oder mehr“ getötet worden, weil sie die nötigen Anforderungen nicht erfüllten. Der Musher Dave King erinnert sich, am Ende der Saison einen ganzen Haufen toter „Schlittenhunde“ im Tierheim Fairbanks gesehen zu haben.

Erst Anfang des Monates waren schockierende Vorwürfe gegen den Musher John Baker und seinen Bruder bekannt geworden. Bei seinem Bruder handelt es sich um den Vorstandsvorsitzenden des Iditarod, Andy Baker. Rick Townsend behauptet, John Baker habe Hunde in Wutanfällen getötet. Townsend war früher Hundeführer, agierte später aber als Informant über die Industrie. Er sagt, er könne diese Vorwürfe auch beweisen.

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https://youtu.be/CC0PxBfeas8

Ein weiterer Informant veröffentlichte vor kurzem schockierende Foto- und Videoaufnahmen. Darauf zu sehen sind scheinbar im Sterben liegende Welpen sowie verletzte und kranke Hunde in einem Zwinger, der Dallas Seavey gehören soll. Seavey konnte sich viermal im Iditarod bewähren. Dem Informanten zufolge hätte man in der Anlage verletzte und leidende Hunde ohne medizinische Versorgung sich selbst überlassen und teils sogar Tiere sterben lassen. Viele hätten unter blutigem Durchfall gelitten, sich erbrochen und Stich- und Bisswunden sowie eingerissene Ohren aufgewiesen. Der Informant gab weiterhin an, die Tierbetreuer hätten Hunde an der Kehle gepackt, hochgehoben und dann zu Boden geworfen, um sie zu „bestrafen“, wenn sie in Kämpfe geraten waren oder nicht gehorchten. Mitarbeiter des Iditarod legten außerdem offen, Seavey sei mit seinen Hunden in einen Doping-Skandal verwickelt gewesen: Im letztjährigen Rennen wurden mehrere Tiere positiv auf das unzulässige Schmerzmittel-Opioid Tramadol getestet.

Die schockierende Dokumentation „Sled Dogs“ von Regisseurin Fern Levitt zeigt, was wirklich hinter den Kulissen der Industrie vor sich geht: Offenbar völlig verängstigte Hunde werden am Hals hochgehoben und wehren sich verzweifelt. Eine Trainerin bemerkt nicht einmal, dass einer ihrer angeketteten Hunde tot ist, bis der bewegungslose Körper im Schnee dem Film-Team auffällt.

Hunde sind kein Wegwerfartikel! Sie sind keine Maschinen! Wir haben einen Punkt erreicht, an dem es aus moralischen Gründen absolut unabdingbar ist, das Iditarod zu verurteilen.

Das tödliche Rennen muss endlich eingestellt werden.

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  • Hunde sind Familienmitglieder und gehören zu ihrer Familie ins Haus.

 

 

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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