Haustiere

Wenn Tierliebe zu Tierquälerei wird

Dies ist ein Blogeintrag unserer Kollegen von PETA USA , die täglich mit der enormen Überpopulation an Hunden und Katzen sowie der falsch verstandenen Tierliebe einiger Menschen zu kämpfen haben.

Die meisten von uns haben schon einmal einen Messie-Haushalt im Reality-Fernsehen gesehen. Unmengen an Abfällen werden angehäuft – aber wenn Messies zudem Tiere sammeln, werden daraus Fälle von Tiermissbrauch, Leid und Tod.

Dem Animal Legal Defense Fund (ALDF) zufolge, sind „wahrscheinlich bis zu eine viertel Million Tiere (in den USA) – also 250.000 pro Jahr – Opfer von Tiersammlern. Zudem deuten die von ALDF gesammelten Berichte darauf hin, dass sich die Anzahl der angezeigten Fälle von Animal Hoarding in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt hat. Was die Anzahl von Tieren angeht sowie das Ausmaß und die Dauer ihres Leids, so ist Animal Hoarding die Tierschutzproblematik Nummer ein, was „Heimtiere“ im ganzen Land betrifft.“

Es ist alarmierend zu sehen, dass selbst viele Tierheime Tiere sammeln, da die Öffentlichkeit oftmals der Meinung ist, Euthanasie müsste um jeden Preis vermieden werden. MSNBC.com schrieb im vergangenen Jahr, dass Gruppen, die sich selbst „Tierrettung“ und „Tierheime“ nennen, insgesamt ein Viertel der geschätzten 6.000 neuen Animal Hoarding-Fälle ausmachen, die pro Jahr in den USA gemeldet werden. Auch so tragen die sogenannten No-Kill-Tierheime schlussendlich zum Leid von Tieren bei.

Eine Katze im Tierheim Sacred Vision.
In “No-kill”-Tierheimen verbringen Tiere oft ein Leben in Gefangenschaft.

Viele Tierheime, die selbst keine Tiere massenhaft sammeln, geben sie an jede Person weiter, die danach fragt – auch an Tier-Messies. So versuchen sie mit allen Mitteln, die Anzahl der Tiere zu reduzieren, die sie euthanasieren müssen. Hier nur zwei Beispiele:

–          Im Dezember 2010 durchsuchten die SPCA von New Jersey und die lokale Polizei das Zuhause von Dawn Scheld, die sich selbst als Tierschützerin ausgab. 60 Hunde wurden aus ihrem verdreckten Lebensumfeld heraus konfisziert. Zeitungsberichten zufolge, mussten die meisten Tiere umringt von ihren eigenen Ausscheidungen leben, viele von ihnen in Außenzwingern ohne ausreichend Schutz. Nahrung war kaum vorhanden und das Wasser der Tiere war gefroren. Die meisten litten unter Krankheiten, viele waren schwerkrank. Scheld hatte viele Hunde aus Tierheimen bezogen, die Tiere an jeden weitergeben, der sich als „Tierschützer“ ausgibt, nur um ihre Euthanasie-Statistiken zu drücken.

–          Im September 2010 führten die Behörden eine Razzia in einer Wohnung durch, die von einer Pflegestelle für mehrere Tierheime in der Gegend um Austin angemietet war. Dort wurden 78 Katzen beschlagnahmt. Ein Drittel der Katzen fand man tot in einem ausgestöpselten Kühlschrank vor. Die Organisation mit dem ironischen Namen Austin Pets Alive! gab folgendes an: „Uns wurde von der TLAC-Behörde [Town Lake Animal Control] mitgeteilt, dass 5 der 75 beschlagnahmten Katzen ursprünglich von uns vor der Euthanasie-Liste der TLAC gerettet wurden.“ Die Tiersammlerin hat sogar direkt von der TLAC Tiere adoptiert.

Diese Hunde hatten nach einer Überschwemmung keine Chance auf einen trockenen Platz.
Kein Tier sollte jemals unter derartigen Bedingungen leben müssen.

Ihr könnt helfen sicherzustellen, dass keine Tiere in die Hände von Tiersammlern fallen, indem ihr für euer örtliches Tierheim Platzkontrollen bei potentiellen Tierhaltern durchführt – fragt einfach direkt im Tierheim nach. Solltet ihr selbst mit einem tierischen Mitbewohner zusammenleben, lasst euer Tier kastrieren – dies ist der einzige Weg zu verhindern, dass keine neuen Tiere geboren werden, wo doch so viele auf ein gutes Zuhause warten.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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