Haustiere

Wenn Hunde zubeißen…

…liegt das Problem am anderen Ende der Leine

Leider liest man immer wieder, dass Hunde Menschen beißen.  Vorfälle wie in diesem Artikel beschrieben passieren leider immer wieder.

In diesem aktuellen Fall griff ein Schäferhund einen vorbeifahrenden Fahrradfahrer an und verletzte ihn an Kopf, Armen und Beinen. Als der Hundehalter eingreifen will, wird er ebenfalls von seinem eigenen Hund in den Hals gebissen. Er und der Fahrradfahrer mussten schwer verletzt  in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Was mit dem Hund nun geschieht, ob er dem Halter weggenommen wird, oder er in Zukunft einen Maulkorb tragen muss, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall ist am Ende der Hund der Leidtragende.

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Wie kommt es zu solchen Vorfällen?

Es gibt natürlich sehr viele Gründe, warum ein Hund plötzlich „ausrastet“. Was in diesem Fall der Grund  war kann wohl nicht mehr nachvollzogen werden. Aber prinzipiell sind der Mensch und sein Verhalten Auslöser solch schlimmer Vorfälle, bzw. werden Signale des Hundes, die es im Vorfeld immer gibt nicht wahrgenommen. Wird der Hund generell nicht artgerecht gehalten und nicht gut erzogen, kann er zur Gefahr für Menschen und andere Tiere werden. Fühlt der Hund sich bedrängt und der Halter greift nicht ein, weil er die Signale nicht sieht, kann dies auch sehr schnell zu solchen Situationen führen.

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Deshalb ist es unglaublich wichtig einen Hundeführerschein einzuführen. 2011 hat Niedersachsen als erstes Bundesland die Einführung des „Hundeführerscheins“ beschlossen – seit Juli 2013 müssen zukünftige Hundehalter in Theorie und Praxis belegen, dass die Kommunikation mit ihrem tierischen Begleiter funktioniert. Ein „Hundeführerschein“ wird zudem Spontankäufe verhindern – denn gerade diese Tiere werden später häufig ausgesetzt oder im Tierheim abgegeben, da sich die Halter nicht ausreichend informieren. Jedes Jahr landen 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen.

Was kann ich tun, wenn ich von einem Hund angegriffen werde?

Sollte man unverhofft in die Situation kommen, in der sich ein Hund bedrohlich vor einem aufbaut und der Halter ist nicht in Sicht, sollte man Folgendes beachten:

  • Auf keinen Fall den Hund anstarren und anschreien. Dies reizt ihn noch mehr anzugreifen.
  • Nicht davon rennen, das weckt den Jagdtrieb und der Hund ist immer schneller.
  • Still stehen bleiben, den Blick vom Hund abwenden. Geht er nicht weg, laut und bestimmt ein Kommando geben, wie „ab“ oder „pfui“. Anschließend langsam seitlich weg bewegen vom Hund.
  • Greift der Hund an und man kommt nicht mehr weg, Gesicht und Hals so gut wie möglich schützen.

Zum Glück sind Beißvorfälle nicht die Regel und normalerweise leben Mensch und Hund friedlich und liebevoll zusammen.

Über den Autor

Jenny

arbeitet seit 2009 bei PETA und bearbeitet alle Fälle von Tierquälerei die eingehen.

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