Haustiere

Weltkatzentag: Kastrationspflicht ist nun Tierschutz

Dieses Kätzchen müsste tierärztlich versorgt werden © PETA Deutschland e.V.

Wir nehmen den Weltkatzentag zum Anlass, erneut auf das Leid der heimatlosen Samtpfoten hinzuweisen. Die traurige Situation ist Tierfreunden bekannt: Jedes Jahr landen um die 140.000 Katzen in deutschen Tierheimen – die in der Regel überfüllt sind. Viele Tierheime müssen Aufnahmestopps verhängen, weil sie keine weiteren Tiere mehr aufnehmen können. Zudem streifen schätzungsweise 2 Millionen heimatlose Katzen durch Deutschlands Parks, Parkhäuser, Hinterhöfe und Gartenanlagen – doch die domestizierten Tiere sind für ein Leben in der Natur nicht gerüstet. Ohne menschliche Fürsorge sterben sie frühzeitig und oft qualvoll. Unkastrierte Freigänger-Katzen verschärfen die Problematik weiter.

Katzenkind leidet an Katzenschnupfen

Vor diesem Hintergrund ist die Kastrations- und Registrierpflicht für alle Freigänger-Katzen unbedingt notwendig. Halter müssen in die Verantwortung genommen werden, Katzen zu schützen.

Da bis vor kurzem noch Unklarheit bezüglich der Zuständigkeiten und Kompetenzen herrschte, haben tierfreundliche Kommunen Kastrationsgebote über die Gefahrenabwehrverordnung erlassen: Nachdem sich Paderborn bereits 2008 zu diesem Schritt entschied, haben sich inzwischen über 250  Städte und Gemeinden in verschiedenen Bundesländer diesem fortschrittlichen Modell angeschlossen.

Die Bundegesetzgebung hat nun gezeigt, dass die Lage als tierschutzrelevant eingeschätzt und die Notwendigkeit zum Handeln erkannt wird: Im Rahmen der letzten Novellierung des Tierschutzgesetzes, seit Juli 2013 in Kraft, hat die Bundesregierung mit dem neu eingefügten § 13 b Tierschutzgesetz die Länder ermächtigt, per Verordnungsberechtigung Maßnahmen zur Populationskontrolle freilebender Katzen zu treffen. Zudem dürfen die Länder diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auch auf andere Behörden übertragen – d.h. zum Beispiel auch an die Kommunen.

Damit kann die Kastrationspflicht zukünftig mit ihrem tatsächlichen Anliegen begründet werden: dem Schutz der Katzen. Der Umweg über das Ordnungsrecht ist nicht mehr nötig.

Unabhängig von der Kastrations- und Registrierpflicht  sind wir sicher, dass alle verantwortungsbewussten Halter von diesen Regelungen ohnehin nicht betroffen sind – da sie ihre Tiere nur kastriert ins Freie lassen.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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