Welpen unterm Weihnachtsbaum finanzieren den Albtraum
Haustiere

Welpen unterm Weihnachtsbaum finanzieren den Albtraum

Bald ist es wieder soweit. Es ist Weihnachten! Die Familie kommt zusammen, es werden Köstlichkeiten aufgetischt und liebevolle Geschenke ausgetauscht. Leider landen aber auch alle Jahre wieder Kleintiere, sowie Welpen unter dem Weihnachtsbaum – und kurz darauf im Tierheim.

Die „Welpenmafia“ – Das Geschäft mit dem Mitleid

Wusstet ihr, dass täglich fünfhundert Welpen in den deutschsprachigen Raum eingeführt werden? Der Großteil dieser Tiere kommt aus Osteuropa. In den Medien ist von der „Welpenmafia“, „Wühltischwelpen“ und „Vermehrern“ die Rede. Der Begriff „Welpenmafia“ kam auf, da die Händler mit dem illegalen Verkauf der Welpen sehr viel Geld verdienen und teilweise sogar mit Tierärzten zusammenarbeiten.

Die meisten dieser „Vermehrerwelpen“ werden viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Den Tieren fehlt dadurch die Grundimmunisierung, welche sie über die Muttermilch erhalten sowie eine grundlegende Sozialisierung. Sie verfügen über keinen Impfschutz, häufig haben sie gefälschte Impfpässe und leiden unter gefährlichen oder gar tödlichen Krankheiten. Im Alter von gerademal fünf Wochen werden sie dann in Käfigen zusammengepfercht nach Westeuropa transportiert. Zu absoluten Spottpreisen werden die Tiere unteranderem auf grenznahen Märkten und im Internet angeboten. Sieben von Zehn dieser importierten Welpen sterben bereits in ihrem ersten Lebensjahr.

Viele Menschen vergessen beim Elend der Welpen das Dasein der Elterntiere. Die einzige Aufgabe eines „Vermehrerrüden“ und einer „Vermehrerhündin“ ist es zu decken und zu gebären. Viele Hunde sehen ihre Box niemals von außen, sie erhalten weder medizinische Versorgung noch anständiges Futter. Für einen maximalen Gewinn werden die Kosten so gering wie möglich gehalten. Wie viele Hunde während dieses Martyriums frühzeitig sterben, lässt sich nicht sagen. Sicher ist, dass diese Verluste bereits einkalkuliert wurden.

Laut dem Buch „Die Welpenmafia – Wenn Hunde nur noch Ware sind“ geht man davon aus, dass auf jeden gekauften „Billighund“ wieder mehrere Neue folgen werden. Aber warum gibt es immer wieder Menschen, die dieses Leid durch ihren Kauf unterstützen? Einige Käufer treiben den Markt mit ihren Mitleidskäufen an, andere wiederum fallen auf liebevolle, gefälschte Internetannoncen herein.

Adoptieren statt kaufen

Bitte verschenkt zu Weihnachten keine Lebewesen. Einen Hund zu adoptieren ist eine weitreichende Entscheidung, die gründlich überlegt sein sollte. In den Tierheimen der USA ist es bereits Realität, dort werden 8000 Hunde und Katzen eingeschläfert – jeden Tag. Um zu verhindern, dass es auch in deutschen Tierheimen so weit kommt, denkt an all die Hunde die bereits auf eine Familie warten, anstelle die Nachfrage in der Welpenproduktion weiter anzutreiben.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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