Haustiere

Was tun, wenn man ein verletztes Tier entdeckt

Menschen, die ein verletztes Tier entdecken, sollten dringend helfen. Das ist nicht immer einfach – aber Tiere haben das Recht und den Anpruch, bei Krankheit und Verletzung behandelt zu werden.

Bildschirmfoto 2013-05-17 um 14.53.57Ein Beispiel: Tierfreunde hatten unlängst zufällig ein extrem verletztes Pferd entdeckt. Das Tier hatte offensichtlich erhebliche Schmerzen. Sofort holten sie einen Tierarzt, dieser bestätigte, dass das Tier dringend behandelt werden müsse, er aber nichts tun könnte, da der Halter zustimmen müsste. Gemeinsam machten sie den Halter ausfindig, dieser weigerte sich jedoch das Tier behandeln zu lassen, sah keinen akuten Handlungsbedarf, das Pferd sei ohnehin in Behandlung eines Tierarztes und dieser würde auch die Tage wieder vorbei schauen.

Die Tierfreunde ließen nicht locker, wendeten sich an die Polizei, wurden von dieser an den Tierschutz 2013-05-05_Forchheim_Fall_2013-937_extrem_verletztes_Pferd_IMG_1510verwiesen, von diesem wiederum ans Veterinäramt und dort ging niemand ans Telefon, weil Sonntag war. Erst am nächsten Tag konnte das Veterinäramt verständigt werden, das Pferd musste deshalb viele weitere Stunden leiden. Wir haben Strafanzeige gegen den Halter erstattet – wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Die Tierfreunde haben alles richtig gemacht: Sie haben zuerst den Kontakt zum Halter gesucht, als dies erfolglos war, daraufhin alle relevanten Behörden und Vereine miteinbezogen.

Grundsätzlich gilt: in Tierschutzfällen (vernachlässigte, misshandelte, gequälte Tiere) ist das Veterinäramt zuständig. Bei „Gefahr im Verzug“, wie in diesem Fall, kann man auch die Polizei hinzuziehen. Die Polizei hat auch Notfallnummern vom Veterinäramt fürs Wochenende. Hier scheint das Unglück passiert zu sein – die Polizei hätte nicht auf den Tierschutz verweisen, sondern Kontakt zum Veterinäramt herstellen müssen. Wichtig ist also, diese Zuständigkeiten zu kennen und beharrlich zu bleiben.

Persönlicher Einsatz, der immer Aufwand bedeutet, ist keine Erfolgsgarantie. Dennoch ist ungemein wichtig, dass alle Tierfreunde selbstständig aktiv werden, wenn sie Zeuge von Grausamkeit gegen Tiere werden. Schaut bitte nie weg, wenn ein Tier leidet: Ihr habt die Chance, jemandem zu helfen, der sich alleine nicht schützen kann! Tipps, wie ihr vorgehen könnt, findet ihr hier.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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