Haustiere

Urteil: Hund von Ebola-infizierter Pflegekraft darf leben

Der tierische Gefährte einer Pflegekraft aus Dallas, Texas, die sich mit Ebola infizierte, wird nicht eingeschläfert. Der Bezirksrichter Clay Jenkins zeigt mit dieser Entscheidung, dass es durchaus auch andere Möglichkeiten der Seuchenprävention gibt, als Hunde von infizierten Personen rein vorsorglich zu töten.

Nina Pham hatte sich trotz Vorkehrungen während der Pflege  – des inzwischen verstorbenen –  ersten US-amerikanischen Ebolapatienten angesteckt. Ähnliches ereignete sich einige Tage zuvor in Spanien. Der Hund Excalibur, der tierische Mitbewohner der spanischen Pflegekraft, wurde per Gerichtsbeschluss vorsorglich eingeschläfert. Dies löste zu recht weltweit Diskussionen und Wut aus.

Der Fall in Dallas könnte eine Vorbildfunktion für zukünftige Fälle haben

Excalibur wurde leider bereits hingerichtet – trotz aller Proteste. Um so erfreulicher ist es deshalb, dass Bentley, Nina Phams tierischer Gefährte, nach Gerichtsbeschluss weiterleben darf. Die 1. Vorsitzende von PETA, Ingrid Newkirk, bedankte sich in einem Brief bei dem Bezirksrichter Clay Jenkins für diese humane Entscheidung und die Anerkennung der wichtigen Bindung zwischen Mensch und Hund. Weiter lobte sie die Feststellung des Gerichts, dass tierische Mitbewohner, wie Hunde und Katzen, wichtige Familienmitglieder sein können, die genau wie wir Menschen auch, einen wohlwollenden Umgang und medizinische Versorgung verdienen.

Zwangstötung auch bei uns möglich

Das „Keulen“ zur Seuchenabwehr ist auch in Deutschland Mittel der Wahl, wenn Tiere mit bestimmten, für Menschen gefährlichen Krankheiten in Berührung gekommen sein könnten. Tritt beispielsweise in Eurer Nachbarschaft bei einer Katze Tollwut auf, können theoretisch alle Katzen in dieser Gegend, die nicht nachweislich gegen Tollwut geimpft wurden, prophylaktisch getötet werden. Ohne Verdachtsmoment und ohne Euer Mitspracherecht.

Tötung völlig ungerechtfertigt

Eine Infizierung mit Ebola kann ganz leicht mittels Bluttest ausgeschlossen werden, auch beim Hund. Es ist völlig unverständlich, warum die tierischen Mitbewohner von Ebola-Patienten nicht einfach untersucht werden sollten, bevor man sie ohne jeden Verdacht tötet. Zumal die einzige Studie hierzu nicht sicher sagen konnte, ob Hunde Ebola auch wirklich übertragen.

Bentley muss nun einige Zeit in Quarantäne leben, was sicher auch nicht angenehm für ihn ist. Doch solange er nicht nachweislich infiziert ist, darf er weiterleben und eines Tages zu seiner hoffentlich genesenen Halterin zurückkehren.

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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