Haustiere

Unwissenheit, Bequemlichkeit oder einfach nur Dummheit?

Ein Informant wandte sich an uns mit folgender Beobachtung:

Eine Frau „seilt“ ihren kleinen Hund an einer Leine am Balkon ab, damit er sein Geschäft erledigen kann. Anschließend zieht sie ihn auf dieselbe Art und Weise wieder nach oben.

Da stellt sich mir sofort die Frage – weiß diese Dame nicht, was sie ihrem Hund physisch sowie psychisch mit dieser Aktion antut? Der Hund kann sich verrenken, wenn er beim herunterlassen strampelt um wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Im schlimmsten Fall auch einen Bandscheibenvorfall erleiden. Erfolgt das ganze am Halsband, wird der Hund gewürgt und verfällt in Panik. Dazu kommt noch die Angst, wenn der Hund keinen festen Halt mehr unter den Pfoten hat. Die meisten Hunde haben eine natürliche Angst vor Höhe.

Dann frage ich mich außerdem, warum Menschen, die offensichtlich zu faul sind Gassi zu gehen überhaupt einen Hund bei sich aufnehmen. Solch ein Umgang mit einem Hund kann zum Beispiel präventiv durch einen Hundeführerschein verhindert werden. So müssen sich Menschen, die einem Hund ein Zuhause geben wollen vorher ausführlich mit Verhalten und Umgang beschäftigen. So wird ersichtlich, ob sie überhaupt in der Lage sind einen Hund zu halten.

Auch wenn es der Fall gewesen sein sollte, dass die Frau plötzlich krank geworden ist und deshalb nicht Gassi gehen konnte, ist dieses Verhalten nicht zu rechtfertigen. Jeder Hundehalter muss Freunde, Verwandte oder Bekannte in petto haben, auf die er im Notfall zurückgreifen kann.

Wir meldeten diesen Fall beim zuständigen Veterinäramt, welches auch eine Kontrolle vor Ort machte. Was das für Konsequenzen für die Hundebesitzerin hatte wissen wir leider nicht, da Veterinärämter nicht verpflichtet sind Auskunft an Dritte zu erteilen. Auf jeden Fall hoffen wir, dass die Frau durch die Kontrolle wenigstens ein bisschen ins Nachdenken gekommen ist, was den Umgang mit ihrem Hund betrifft.

Wenn ihr Zeuge von Tierquälerei werdet, bleibt nicht untätig. Was ihr dabei unbedingt zu beachtet habt, lest ihr hier

Über den Autor

Jenny

arbeitet seit 2009 bei PETA und bearbeitet alle Fälle von Tierquälerei die eingehen.

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