Haustiere

Toller Gerichtsbeschluss: Ein Auto ist kein Heim für Hunde

Cosima darf nicht im Auto gehalten werden (c) PETA Deutschland e.V.

Jedes Jahr  sterben Hunde, weil sie bei warmen Wetter und Sonnenschein von verantwortungslosen Haltern im geparkten Auto zurückgelassen werden – bereits wenige Minuten reichen aus, um Fahrzeuge zu einer für Hunde tödlichen Hitzefalle werden zu lassen.

Im September entschied das Stuttgarter Verwaltungsgericht nun, dass Hunde grundsätzlich nicht im Auto gehalten werden dürfen. Ein toller Beschluss für den Tierschutz – und ein Erfolg für aufmerksame Tierfreunde, das Veterinäramt Ludwigsburg und die Hunde – vielen Dank!

Cosima darf nicht im Auto gehalten werden (c) PETA Deutschland e.V.
Cosima darf nicht im Auto gehalten werden

Im konkreten Fall ging es um einen Mann, der seine junge Hündin Cosima an vier Tagen die Woche mehrere Stunden im Fahrzeug zurückgelassen hat – während seiner Arbeit. Mitgliedern des Betriebsrats seines Arbeitgebers, denen diese tierschutzwidrige Haltung aufgefallen war, haben im Juli das zuständige Veterinäramt in Ludwigsburg informiert – nachdem Bemühungen, den Halter zur Einsicht zu bewegen und eine tiergerechte Unterbringung für Cosima zu finden, gescheitert waren. Aus betrieblichen Gründen ist es nicht möglich, dass die Hündin ins Gebäude darf.

Die Amtstierärzte kontrollierten die Unterbringung im Auto umgehend und erteilten Auflagen – denn das lange Einsperren von Cosima im Fahrzeug verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Nach unseren Kenntnissen soll dem Mann auch eine Liste mit Hundetagesplätzen übermittelt worden sein.

Daraufhin hat Cosimas Halter einen Eilantrag gegen die Verfügung des Ludwigsburger Landratsamts gestellt, um einen Aufschub zu erreichen. Diesen hat das Gericht zurückgewiesen.

Wir freuen uns über die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Stuttgart, die die Einschätzung der Amtstierärzte bestätigt: Ein Auto sei ganz generell kein tauglicher Ort, an dem ein Hund verhaltensgerecht untergebracht werden könne. Das gilt auch jetzt – ein Aufschub ist nicht begründet.

Wichtig ist der klare Beschluss auch deshalb, weil hier wieder mal ein Jäger von der falschen Annahme ausging, dass er über das Schicksal eines Tieres zu bestimmen hat. Doch das Gericht hat ihm die Grenzen aufgezeigt.

Bekanntermaßen schreibt § 2 Nr. 1 Tierschutzgesetz vor – und das wurde auch in der Pressemitteilung zum Gerichtsbeschluss deutlich betont: Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.

Nach unserer Auffassung müssen demnach auch Zwinger- und Anbindehaltung verboten sein – ebenso die Einzelhaltung soziallebender Tiere und grundsätzlich die Käfighaltung, also auch im Zirkus, im Zoo oder in Delphinarien. In allen Bereichen, in denen Tiere nicht tiergerecht gehalten werden – um für uns Menschen ausgebeutet zu werden.

Es gibt noch viel zu tun!

Über den Autor

PETA Team

VeganBlog.de ist das Blog zum Thema Tierrechte und veganem Lifestyle von und mit den Mitarbeitern von PETA Deutschland e.V. und weiteren Koautoren.

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